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Schießt Technik Tore? Digitale Helfer im Fußball

Der Begriff “Digitalisierung” ist in aller Munde. Das verwundert kaum, denn nahezu alle Bereiche unseres Alltags werden zunehmend von digitalen Medien und Prozessen geprägt. Diese Entwicklung vom Analogen hin zum Digitalen macht auch vor dem Sport nicht halt.

Digitalisierung im Fußball

Im Profifußball sind längst digitale Helfer im Einsatz. Auch Amateurvereine setzen vermehrt auf digitale Lösungen. Und dies ist auch gut so. Denn um zukunftsfähig zu bleiben, darf der Fußball sich gegenüber neuen Entwicklungen und digitalen Möglichkeiten nicht verschließen.

Optimierung von Training und Spiel

Die Trainingsoptimierung ist ein Bereich, in dem digitale Innovationen die Vereine und Spieler unterstützen können. Viele Profifußballclub tracken bereits die Leistung der Spieler bei den Trainings, wie beispielsweise der VfL Wolfsburg oder Hannover 96.

Der VfL Wolfsburg ist ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Im Hintergrund werden die Daten der Trainierenden digital erfasst und ausgewertet. Dies geschieht mithilfe von zwei Sensoren, die jeder Spieler auf dem Rücken trägt. Einer ist für die Laufdaten zuständig, der andere misst die Herzfrequenz. Um den Platz herum sind Antennen aufgebaut, die mit den Sensoren verbunden sind.

Auf diese Weise kann dokumentiert werden, wie lange ein Spieler braucht, um von einer Position zur nächsten zu kommen. Auch die Distanz kann gemessen werden, ebenso wie der Anteil an Sprints, Gehstrecken und so weiter. So kann das Training individuell auf die einzelnen Spieler angepasst und demnach effektiver werden. Ein im Ball eingebauter Chip übermittelt ebenfalls Daten bei jedem Ballkontakt und bei jedem Schuss.

Zum Ermitteln des Spielerverhaltens können Vereine auch Drohnen einsetzen. Diese bieten buchstäblich ganz neue Perspektiven auf Laufwege sowie teils spielentscheidende Faktoren wie Raumaufteilung.

Im Hintergrund werden die Daten bei Profivereinen dann von einem Datenanalysten ausgewertet. Anschließend sind diese zum Beispiel in Form von Grafiken oder Animationen visualisierbar. Das bietet einen großen Vorteil: Die Daten sind für jeden leicht verständlich und eingängiger. Dies hilft wiederum bei der Vor- und Nachbereitung der Spiele.

Auch während eines Spiels können die Daten ausgewertet und die gewonnenen Erkenntnisse genutzt werden. An dieser Stelle haben Sportarten wie Eishockey und Basketball gegenüber dem Fußball allerdings einen Vorteil. Denn hier gibt es viel mehr Unterbrechungen während des Spiels, in denen man Einfluss auf das Spiel nehmen kann, indem man beispielsweise die Spieltaktik ändert.

Für Amateurvereine bieten diese Innovationen ebenfalls vielversprechende Möglichkeiten. Viele von ihnen versuchen bereits, digitale Helfer bestmöglich in ihren Spiel- und Trainingsalltag zu integrieren. Doch häufig stellt hier das personelle und finanzielle Budget ein Problem dar. Ein Nachteil der Digitalisierung ist folglich, dass der Profifußball sich immer weiter von seiner Basis, dem Breitensport, entfernt.

Scouting

Doch nicht nur beim Training sowie bei der Vor- und Nachbereitung von Spielen sind digitale Helfer im Fußball nützlich. Auch beim Scouting kommen Daten immer häufiger zum Einsatz. Viele Profivereine wie beispielsweise der HSV oder der SV Werder Bremen setzen bei der Suche nach neuen potenziellen Spielern zunehmend auf Daten. Dies erlaubt es ihnen, Fehlerquellen wie Subjektivität und Emotionen zu reduzieren.

Zwar kann das “digitale” Scouting die Scouts bei ihren Entscheidungen unterstützen. Am Ende des Tages sind es jedoch immer noch Menschen, die diese treffen. Aber auch Daten können trotz ihrer Objektivität nicht alles aussagen. Die Leistung eines neuen Spielers hängt schließlich auch mit menschlichen Faktoren zusammen: Blüht er in seiner neuen Umgebung auf oder geht er ein Stück weit unter?

Menschliche Wahrnehmung ergänzen

Daneben kann die Technik die menschliche Wahrnehmung ergänzen und unterstützen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Videobeweis, der in der deutschen Bundesliga seit der Saison 2017/18 im Einsatz ist.

Er kann die Entscheidungen dort maßgeblich beeinflussen, wo das menschliche Auge versagt oder nicht ausreicht. Schiedsrichter können sich Spielszenen im Zeitlupentempo erneut ansehen und so zum Beispiel entscheiden, ob ein Tor zählen soll oder der Schütze im Abseits stand.

Zweifellos ist der Videobeweis keine unumstrittene Neuerung im Fußball. Besonders zu Anfangszeiten wurde dieser sehr stark kritisiert. Aber auch heute macht sich seinetwegen häufig noch Unmut breit. Ein Tor fällt, die Fans jubeln und feiern. Doch das Bangen beginnt, sobald die Gestik des Schiedsrichters verrät: Jetzt kommt der Videobeweis. Wenn das Tor im Nachhinein dann doch als ungültig erklärt wird, ist der Frust natürlich groß.

Kein Wunder also, dass viele sich fragen, ob der Videobeweis das Fußballerlebnis zum Negativen verändert. Immerhin kam die Sportart seit jeher ohne ihn aus. Hier stellt sich die Frage: Inwiefern gehören menschliche Fehlentscheidungen dazu? Obwohl die digitalen Helfer eine richtige Entscheidung in Zweifelsfällen ermöglicht, gibt es auf diese Frage wohl keine allgemeingültige Antwort.

Kommunikation mit den Fans

Auch im Hinblick auf die Kommunikation mit Vereinsanhängern bieten digitale Lösungen zahlreiche Möglichkeiten. So haben Vereine sowie einzelne Spieler dank sozialer Medien einen direkten Kanal, um mit den Fans zu kommunizieren. Neymar, Ronaldo und Messi gehören auf Instagram zu den Accounts mit den weltweit meisten Follower.

Daneben profitieren Vereine hierdurch vom sogenannten Crowdvoten. Sportvereine können ihre Fans beispielsweise über neue Designs abstimmen lassen. So erhalten diese das Gefühl, ein Stück weit mitbestimmen zu können.

Außerdem können Sportvereine durch digitale Medien vor allem eine junge Zielgruppe besser erreichen. Auch der Breitensport profitiert davon: Amateurvereine können ihre Reichweite vergrößern. Dies vereinfacht die Gewinnung von Neumitgliedern und Nachwuchssportlern.

Die News-Funktion von Vereinsticket ermöglicht es deinem Verein, mit seinen Anhängern in Kontakt zu bleiben. Im Gegensatz zu sozialen Medien bietet diese den Vorteil, dass die veröffentlichten Beiträge nicht in der Informationsflut eines überfüllten News-Feed untergehen. Mit ihr hast du zahlreiche verschiedene Möglichkeiten: Du kannst deinen Fans beispielsweise mitteilen, wenn ein Spiel kurzfristig verlegt werden muss, ihnen vor Spielbeginn Tipps zur Anfahrt geben oder sie über die Parksituation informieren. Oder sie während des Spiels zu einer Happy Hour nach Abpfiff einladen. Auch ein Live-Ticker für jene, die es nicht zum Sportplatz geschafft haben, ist eine der zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten der News-Funktion.

Digitale Lösungen helfen in Pandemiezeiten

Vor allem seit dem Neustart des Sports wird deutlich: Digitale Lösungen sind auch für Amateursportvereine hilfreich. Tools zur digitalen Kontakterfassung werden zum Beispiel auch im Leitfaden des DFB “Zurück auf den Platz” empfohlen: “Die Nutzung digitaler Lösungen bietet für Vereine die einfachste und sicherste Lösung.”

Total Fansports Mitgründer Johannes Nicknig betont diesbezüglich: „Der DFB hat in seinem Leitfaden „Zurück auf den Platz“ zurecht festgehalten, dass die Nutzung digitaler Lösungen für Vereine die einfachste und sicherste Möglichkeit zur Kontakterfassung und Sicherstellung der Gesamtzahl der Anwesenden darstellt. Vereinsticket ist eine solche Digitallösung, hilft Amateurclubs aber vor allem auch nach Corona weiter.“

Auch über das Kontakterfassungs-Feature hinaus bietet das Vereinsticket System viele Funktionen, um das Einhalten der Corona-Verordnungen zu vereinfachen. Hierzu zählen beispielsweise die Erinnerung an die Covid-19-Kontrolle am Einlass, die Trainingsplanung und –erfassung oder die Möglichkeit, Ticketkontingente im vereinseigenen Ticketshop festzulegen. Dank der Unterstützung unserer zahlreichen Partner ist das System für Amateursportvereine komplett kostenfrei!

Fazit

Sowohl vom Sportplatz als auch beim Scouting sind digitale Helfer für Profivereine nicht mehr wegzudenken. Doch trotz der Objektivität der Daten können diese nur Grundlagen für Entscheidung darstellen und bieten keine Garantie. Menschliche Faktoren spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle im Fußball. Am Ende des Tages sind es nämlich nicht die Daten, sondern die Spieler, die Tore schießen. Zwar kann ihre Leistung durch Datenanalyse optimiert werden, beispielsweise durch individualisierte Trainings und Kalkulieren von Torwahrscheinlichkeiten. Ihre Performance hängt allerdings von zahlreichen Faktoren ab, die nicht berechnet werden können.

Auch der Amateursport muss sich neuen Wegen öffnen, um nicht aus der Zeit zu fallen. Dies tun die Vereine bisher hauptsächlich im Hinblick auf die Kommunikation mit den Anhängern durch die Nutzung von sozialen Medien. Vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie beweisen sich allerdings auch die Vorteile, die digitale Lösungen wie unser Vereinsticket System Vereinen des Breitensports bieten.



Fußball, Digitalisierung, Zukunft

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