Mangelnde Bewegung wegen Corona
  • Ann-Christine Strupp
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Studie zeigt: Ohne Vereinssport fehlen Bewegung und Gemeinschaft

Wie die meisten Lebensbereiche hat auch der Amateursport derzeit sehr mit den Corona-bedingten Einschränkungen zu kämpfen. Phasenweise sind sämtliche Sportstätten für Hobby-Sportler geschlossen, viele Trainingseinheiten müssen ausfallen und die ständig wechselnden Regelungen sorgen für viel Frust bei den Vereinen.

Wie sich das Sportverhalten der Bevölkerung während der Lockdown-Phasen verändert hat, zeigt auch eine aktuelle Studie der Hochschule für angewandtes Management in Erding.

Vereinssportlern fehlt das Gemeinschaftsgefühl

Im Rahmen der Studie wurden 2.027 Sportler und Sportlerinnen aus allen möglichen Altersklassen und Sportarten zu ihrem Sportverhalten währen der Lockdown-Phasen befragt. Prof. Dr. Katharina Schöttl und ihr Team kamen dabei zu einem interessanten Ergebnis: Individualsportler, die ansonsten beispielsweise joggen gehen oder Mitglied in einem Fitnessstudio sind, setzen zur Kompensation vermehrt auf digitale Alternativen – etwa auf Online-Kurse, Trainings-Apps oder Fitness-Armbänder. Insgesamt machten diese während der Lockdown-Phasen auf Grund der neugewonnenen Zeit sogar mehr Sport als früher.

Währenddessen greifen Vereinssportler, die digitale Medien eher zur Unterstützung kommunikativer Prozesse nutzen, kaum auf solche Alternativen zurück, sondern treiben nun deutlich weniger Sport als vorher. Das hängt damit zusammen, dass Vereinssportler neben dem reinen Fitness- und Gesundheitsaspekt noch weitere Motive für ihre Sportausübung haben: Für sie sind vor allem gesellschaftliche und soziale Aspekte wichtig. Diese Sportmotive sind jedoch auf Grund der Kontaktbeschränkungen nur schwer durch digitale Medien zu ersetzen.

Vereinssport fällt aus

Auf Geselligkeit müssen Sportler aktuell verzichten.

Passend dazu sagte Anton Kirmeier, Tänzer und Student, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: “Das Schöne an einem Gruppensport ist ja, dass man zusammen kommt. Da entwickeln sich ja auch Freundschaften. Das gemeinsame Training nach einem stressigen Tag an der Uni, den Kopf frei zu machen, das fehlt aktuell sehr, sehr stark.”

Ausfall des Vereinssports ist besorgniserregend

Die Befürchtung einiger Sportvereine, dass ihre Mitglieder den Vereinssport durch Handy-Apps oder Online-Kurse ersetzen, bestätigt sich Schöttl zufolge also nicht. Aber dennoch, überall in Deutschland verlieren Vereine zahlreiche ihrer Mitglieder: Allein in Bayern waren laut Jörg Ammon, dem Präsidenten des bayerischen Landessportverbandes, etwa 100.000 Vereinsmitglieder weniger gemeldet als im Vorjahr. Wie sich zeigt, ist der Sportkonsum der Vereinssportler – das sind in Deutschland rund 27,8 Millionen Menschen - also besonders beeinträchtigt.

Schöttl ist dabei insbesondere über die Situation der Kinder und Jugendlichen besorgt. Ihrer Meinung nach stellen die Vereine nämlich auch einen geschützten Ort der Betreuung und der sozialen Integration dar. Dem stimmt auch Jörg Ammon zu: Durch die momentane Lage würden teilweise ganze Jahrgänge wegbrechen und der fortschreitende Bewegungsmangel werde noch zusätzlich verstärkt. Kinder und Jugendliche seien beim Sporttreiben schließlich deutlich stärker auf die Betreuung durch Trainer und Übungsleiter angewiesen.

Vereinssport wieder möglich machen

Wie wir sehen: Der Vereinssport ist ein elementarer Teil unserer Gesellschaft - denn er fördert die Persönlichkeitsbildung, soziale Kontakte und Integration. Doch leider wird er in Bezug auf die Corona-Pandemie noch immer nicht als Teil der Lösung betrachtet. Dabei gäbe es doch genügend umsetzbare Möglichkeiten, den Sportbetrieb Schritt für Schritt wieder zum Laufen zu bringen und somit Sportbegeisterten wieder Bewegung und Gemeinschaftsgefühle zu ermöglichen. Dabei sind vor allem Öffnungsperspektiven gefragt, die mit Hilfe digitaler Tools das Training und das Spielen unter sicheren Umständen wieder möglich machen.

Denn wie Prof. Dr. Katharina Schöttl und ihr Team in ihrer Studie herausfanden, hat die Digitalisierung bisher schon enorm dazu beigetragen, dass einige Strukturen während der Pandemie aufrechterhalten oder sogar verbessert werden konnten. Insofern haben die derzeitigen Umstände sogar in einigen kommunikativen sowie administrativen Bereichen die Nutzung digitaler Strukturen beschleunigt. Doch auch um langfristig für den jungen Nachwuchs attraktiv und modern zu bleiben, so erklärte sie dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen, sollten Vereine mehr auf Digitalisierung setzen.

Das sehen wir genauso! Und genau das ermöglicht unsere kostenlose Vereinsticket Lösung: Sie hilft Vereinen aller Sportarten dabei, im Trainings- und Spielbetrieb die Corona-Maßnahmen einzuhalten, bietet aber auch nach Corona zahlreiche Möglichkeiten. Dank Funktionen wie Ticketing, Trainingsplanung, Marketing, Messaging, Kommunikation, Payment, Belegungsmanagement, Buchungstools und vielen mehr bleiben Amateurvereine nämlich attraktiv für Mitglieder und Sponsoren. Mehr Informationen zu unserem Vereinsticket System gibt es hier.

Corona, Sportvereine, Digitalisierung

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