Gregor Demmer während Diskussionsveranstaltung Mikrokosmos Amateurfußball
  • Patrick Hausen
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Mit Vereinsticket beim “Mikrokosmos Amateurfußball”

Am Mittwoch nahm Vereinsticket Erfinder Gregor an der Diskussionsveranstaltung Mikrokosmos Amateurfußball teil, die Tim Frohwein zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit auf die Beine gestellt hat. Im Folgenden erfährst du, wer noch alles dabei war und welche Themen besprochen wurden.

Wir haben vor einiger Zeit einen Vereinstalk mit Tim Frohwein veröffentlicht mit dem Titel: Wie ein Soziologe auf den Amateurfußball blickt

Auf nach Würzburg

Die Veranstaltung fand in Würzburg statt, genauer gesagt im innenstadtnahen Sparkassen-Hörsaal der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Da es von Saarburg aus ein Stück hin ist bis in die Bayerische Stadt, starteten Gregor und sein Total Fansports Mitgründer Johannes früh am Morgen.

Erste Erkenntnis: Fußball ist mehr als ein Spiel

Die Veranstaltung selbst startete um 17:30 Uhr. Nach der kurzen Begrüßung durch Johannes Uschalt (Bayerische Landeszentrale für politische Bildung) und Prof. Dr. Harald Lange (Uni Würzburg) folgte ein spannender Impulsvortrag: Judith Zacharias, Absolventin der SPOAC – Sports Business Academa by WHU und inzwischen Pressesprecherin Nachwuchs beim HSV, stellte die Ergebnisse ihrer Masterarbeit mit dem Titel “Mediatisierung im Amateurfußball” vor.

Sie legte dar, dass am Fußballplatz mehr geschieht als nur das reine Spiel: nämlich Inklusion, Integration und Identitätsstiftung. Und ebendiese soziokulturellen Aspekte könnten von keiner Kamera ins Wohnzimmer übertragen werden. Daher sei der Sportplatz so relevant als Ort der Begegnung.

Welche Rolle spielen digitale Medien im Amateurverein?

Im anschließenden Gespräch mit Markus Kleber von LEAGUES, Benjamin Krumpholz vom TSV Sulzfeld und Carolin Münzel von der Main-Post wurde jedoch auch klar, dass Vereine Geld akquirieren müssen. Es dürfe jedoch nicht zu einer Kommerzialisierung kommen, hier bestehe eine Polarität der Anforderungen.

Markus Kleber hat es, wie wir finden, gut auf den Punkt gebracht: “Für den Verein geht es um die Mitgliedschaft und nicht um die Reichweite.” Vor lauter Möglichkeiten dürfe man nicht in einen “Medienautismus” verfallen – alles, was Vereine im Digitalen machen, müsse Werbung für den Sport bleiben. Hierzu müsse die Qualität stimmen und die Atmosphäre rüberkommen.

Gregor entwirft ein Bild vom Sportverein der Zukunft

Es folgte die Diskussionsrunde, an der Gregor teilnehmen durfte. Mit Moderator Tim Frohwein und Benjamin Krumpholz, Sportlicher Leiter beim TSV Sulzfeld, sprach er über den Sportverein der Zukunft und darüber, welche Rolle die Digitalisierung für diesen spielt.

Seine These: Digitale Tools können Vereinen auf vielfältige Art und Weise helfen. Schon heute können sie zum Beispiel die Organisation eines Fußballcamps stark vereinfachen, wenn die Trikotgrößen, Allergien und Eltern-Kontaktdaten von 40 TeilnehmerInnen nicht händisch, sondern von einem intelligenten Ticketsystem abgefragt werden.

Es gibt viele andere Beispiele, bei denen smarte Lösungen den Ehrenamtlichen in den Vereinen Zeit, Geld und Nerven sparen – viele davon finden sich in unserer Vereinsticket Plattform, eine Übersicht gibt es hier.

Wollen Vereine künftig neue Potenziale heben, müssen sie in Gregors Augen in der Lage sein, die Daten, die sie haben, zunächst greif- und dann nutzbar zu machen. Letztlich waren die Diskussionsteilnehmer sich einig, dass die Digitalisierung nur eine Frage des Wann und nicht des Ob ist und dass der Druck im Zweifel von der Vereinsbasis kommen muss, wenn der Vorstand nicht von selbst handelt.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung AUF dem Amateurfußballplatz

Nach einer kurzen Pause folgte die letzte Diskussionsrunde. Andreas Gschaider von B42 (mit dem wir kürzlich diesen Vereinstalk durchgeführt haben), Fußballspielerin Jeannette Harttung von den Würzburger Kickers, Prof. Dr. Harald Lange von der Uni Würzburg und Tabea Scheider von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung sprachen über Digitalisierung auf dem Amateurfußballplatz. Key-Take-Away hier: Wie bei jeder Medaille gibt es zwei Seiten – der gläserne Sportler optimiert vielleicht seine Statistiken und passt viel, trainiert aber eben dadurch vielleicht sogar schlechter.

Keine Tracking-App könne das Wesentliche des Fußballs messen: die Faszination, die letztlich nur durch Emotionen entstehe. Technologie berge die Gefahr einer Entzauberung, sodass man letztlich vielleicht nur noch über Werte spreche und den genialen, aber vielleicht etwas unfitten Spielmacher verliere.

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle nochmals herzlich für die Einladung zu der tollen Veranstaltung, von der Gregor und Johannes neue Learnings und spannende Kontakte mit nach Hause gebracht haben.



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