• Jean-Luc Diehl
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Mit Vereinsticket bei den Deutschen Meisterschaften im Kegeln

In der vergangenen Woche fand im saarländischen Oberthal der erste Teil der Deutschen Meisterschaften im Kegeln statt. Wir haben den letzten Wettkampftag mit der Kamera begleitet und zeigen dir hier einige Bilder von den Medaillenentscheidungen in der Kategorie Schere. Bevor wir jedoch zum Wettkampf kommen, möchten wir dir erstmal den Kegelsport an sich und insbesondere die Kategorie Schere etwas näherbringen.

Entwicklung des Kegelns

Kegeln ist eine der ältesten Sportarten überhaupt. Die ältesten gefundenen Überreste von Kegelspielen werden bis ins Jahr 3500 v.Chr. zurückdatiert. Seinen Durchbruch hatte das Kegeln jedoch erst knapp 5000 Jahre später im Mittelalter. Nachdem es zuvor lange als Glücksspiel wahrgenommen und daher zwischenzeitlich sogar verboten wurde, entwickelte es sich in dieser Zeit zum Volkssport schlechthin und legitimierte sich nach und nach als Sport.

Mit dem “Zentralverband deutscher Kegelklubs” gründete sich der erste deutsche Kegelverband 1885 in Dresden. Heutzutage heißt er Deutscher Kegler- und Bowlingbund (DKV) und hat über 65000 Mitglieder aus 1459 Vereinen. Jede vom DKV zugelassene Disziplin – Classic, Bohle, Schere und Bowling – hat zudem einen eigenen Disziplinverband. Für die Disziplin Schere ist dies der Deutsche Schere-Keglerbund (DSKB), der aktuell rund 20000 Mitglieder hat.

Grundlegende Regeln & Bahnarten

Ziel beim Kegeln ist es, mit einer Kugel möglichst viele der 9 Kegel am Ende der Bahn umzuwerfen. Die Kegel stehen bei allen Spielformen in Form einer quadratischen Raute und stehen immer 50cm voneinander entfernt. Je nach Disziplin wird dabei auf unterschiedlichen Bahnen gespielt. Die älteste und bekannteste Disziplin ist das Classic-Kegeln. Dabei wird auf einer 1,50m breiten und 19,50m langen Bahn aus Asphalt oder Kunststoff gespielt. Die gesamte Bahn ist flach. Damit unterscheidet sie sich von Bohlen- und Scheren-Bahnen, bei denen die Bahn zum einen leicht konkav (wie bei einer Halfpipe) geformt ist und zum anderen von Anfang bis Ende eine Steigung von knapp 10cm aufweist. Zudem hat die Bahn bei diesen Spielformen zu Beginn eine Breite von gerade einmal 35cm.

Beim Schere-Kegeln ist die Bahn 18m lang und wird nach 9,50m sukzessive breiter, bis sie auf Höhe der Kegel eine Breite von 1,25m erreicht hat. Aufgrund dieser Form, die an eine geöffnete Schere erinnert, hat diese Disziplin ihren Namen. Gespielt wird hier im Sportkegeln im System “120 Wurf kombiniert”. Hierbei werden auf 4 Bahnen je 30 Würfe abgegeben. Davon wird je die Hälfte “in die Vollen” - also auf die kompletten 9 Kegel - abgegeben, während die andere Hälfte nach dem Prinzip “Abräumen” gespielt wird. Beim Abräumen müssen so viele Würfe auf die Kegel abgegeben werden, bis alle Kegel gefallen sind (Ausnahme bildet der Mittelkegel). Die Anzahl der insgesamt umgeworfenen Kegel wird als Holz bezeichnet. Jeder gefallene Kegel wird als 1 Holz gewertet. Im Schnitt werden auf Wettkampfebene in einem Spiel um die 700 Holz geworfen.

Vereinsticket ist eine für Amateursportvereine kostenfreie Online-Plattform, auf der sich Vereine genau die Lösungen herauspicken können, die ihnen helfen. Darunter sind zahlreiche Möglichkeiten, die auch und gerade für Kegel-Vereine interessant sind:

So können Vereine die Reservierung ihrer Bahnen über Vereinsticket organisieren und, wenn gewünscht, Gebühren online kassieren.

Trainieren mehrere Mannschaften auf derselben Bahn, hilft das Belegungsmanagement. Damit haben alle jederzeit einen Überblick, wann es freie Slots gibt und wann ein Training oder Wettkampf stattfindet.

Vereinsticket ermöglicht aber noch viel mehr: Sportvereine können damit ihre Mitgliederliste digitalisieren und durch die Mitglieder selbst pflegen lassen. Das bedeutet weniger Papier und weniger Arbeit für Ehrenamtliche.

Eine der vielen weiteren Möglichkeiten betrifft die Kommunikation mit Mitgliedern und Anhängern: Dank der News-Funktion können Sportvereine diesen Nachrichten direkt aufs Handy schicken. Informiere dich gleich weiter über die für Amateursportvereine völlig kostenfreien Vereinsticket Funktionen.

Saarländischer Doppelsieg in Oberthal

In der saarländischen Kegel-Hochburg Oberthal standen am Sonntag die Medaillenentscheidungen im Einzel auf dem Programm. Tags zuvor war bereits in der Vereinswertung Edelmetall vergeben worden. Dort konnten sich mit dem KV Ostsaar (Damen A) und dem KV Mittelsaar (Herren A) zwei Teams aus der Region durchsetzen. Mit von der Partie war dort auch der neue Präsident des DSKB Daniel Klink. Er schaute sich die Wettbewerbe nicht nur von außen an, sondern nahm mit dem SKV Trier selbst Teil. Mit einem guten Ergebnis von 798 Holz verhalf er den Trierern zu einem guten 5.Platz.

Die Medaillenentscheidungen im Einzel

Insgesamt 6 Medaillensätze warteten bei den Wettbewerben am Sonntag darauf, vergeben zu werden. Nachdem im Laufe der Woche bereits die Vorläufe gespielt wurden, standen sich nun in den Finals die besten 4 Kegler der insgesamt 6 Altersklassen gegenüber. Den Sportlern sah man die Aufregung sichtlich an und auch in der gut gefüllten Halle kam spätestens bei der stimmungsvollen Vorstellung der Finalteilnehmer richtiges “Final-Feeling” auf.

Den Anfang machte gegen 13Uhr das Finale der Damen & Herren C: Bei den Damen C konnte sich Ulrike Englisch vom ESV Siegen mit 753 Holz den Deutschen Meistertitel sichern. Die übrigen Medaillen gingen hier an Maria Schmedt (SC Reckenfeld/744 Holz) und Anna Röhrig (SK Langenfeld/702 Holz). Der Sieg im Einzelwettkampf der Herren C ging an Reinhold Hahn vom Verein Herner Kegler. Er warf 827 Holz und konnte damit Eckhard Kopp (KV Lage/812 Holz) und Alfred Mitscher (KSV Haardtkopf/796 Holz) auf die Plätze 2 und 3 verweisen.

Im anschließenden Finale der Damen & Herren B sorgte der überragend aufspielende Thomas Klein für das Highlight des Tages. Der Mann vom TG Herford erreichte mit beeindruckenden 906 Holz das beste Ergebnis des Tages und sicherte sich damit mit deutlichem Vorsprung die Goldmedaille in der Altersklasse Herren B. Silber und Bronze gingen an die Brüder Ingo & Hilbert Wagner vom KV Mittelsaar. Bei den Damen B gewann die Aachenerin Mijan Serée mit 827 Holz vor Sylvia Cornelius (Wuppertaler SK/797 Holz) und Marita Geerdes (GSK Nordhorn/679 Holz).

Den Abschluss des Turniertages bildeten die Entscheidungen bei den Damen & Herren A. Hier machte Petra Wörster vom ESV Siegen ihrem Vereinsnamen alle Ehre und wurde mit 836 Holz Deutsche Meisterin. Elke Radau-Lambert (KV Ostsaar/830 Holz) und Bianca Mayer (KV Nordsaar/807 Holz) sorgten mit den Plätzen 2 und 3 dafür, dass Silber und Bronze im Saarland blieben. Bei den Herren A konnte sich Uwe Schierk vom KSC Lonnig mit 863 Holz die Bronzemedaille sichern. Silber ging an Jörg Brandenburg vom SKV Salzgitter, der 874 Holz erreichte. Noch besser war nur Holger Hamm vom KV Mittelsaar, der mit 883 Holz ein überragendes Ergebnis erzielte und sich nach dem Sieg im Vereins-Wettkampf vom Vortag nun auch im Einzel den Deutschen Meistertitel sichern konnte. Was er zu seinem Wettkampf zu sagen hatte, erfährst du im folgenden Video:

Bilder vom Wettkampftag

Im Anschluss an die Wettkämpfe wurden die Medaillengewinner in den 6 Altersklassen geehrt. Bilder von der Siegerehrung sowie von den Wettkämpfen an sich, haben wir dir in dieser Bildergalerie zusammengestellt. Wir wünschen dir viel Spaß beim Durchklicken!








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