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Julius Hirsch Preis
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  • Ann-Christine Strupp
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Julius Hirsch Preis: So bewerben sich engagierte Vereine

Sportvereine erfüllen innerhalb der Gesellschaft eine wichtige Aufgabe in Bezug auf Gemeinschaftsbildung, Integration und die Vermittlung von Toleranz. Um dieses Engagement zu fördern und Vereine zu würdigen, die sich öffentlich im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Extremismus und Gewalt einsetzen, verleiht der Deutsche Fußball-Bund jährlich den Julius Hirsch Preis. Wir verraten, wie und bis wann sich Vereine für die Auszeichnung bewerben können.

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Eine Auszeichnung für besonderen Einsatz

Der DFB zeichnet jedes Jahr drei verschiedene Preisträger mit dem Julius Hirsch Preis aus. - eine besondere Ehrung im Namen des jüdischen Nationalspielers, der 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde und nie mehr zurückkehrte. Mit der Verleihung möchte der DFB ein Zeichen dafür setzen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Bewerben können sich sowohl einzelne Personen als auch Vereine und Initiativen, die in besonderem Maße für Respekt, Demokratie und Menschenrechte einstehen und somit ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen. Diese können der Jury aber auch von dritten Personen vorgeschlagen werden. Wichtig ist bei den eingereichten Projekten zusätzlich, dass ein klar erkennbarer Fußballbezug vorhanden sein muss. Zudem sollte der Mittelpunkt der Aktivitäten in der Bundesrepublik Deutschland liegen.

Im Jahr 2025 wurden alle Projekte und Engagements aus dem Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025 berücksichtigt. Dabei kann es sich um zeitlich befristete Aktionen handeln, aber auch um unbefristete Projekte – etwa in der Kinder- und Jugendarbeit, in einer Faninitiative oder einem freien oder kommunalen Träger.

Ein Blick in die Historie der Auszeichnung

2021 gewinnt das Museum der Eintracht Frankfurt den Julius Hirsch Preis mit seiner umfangreichen Erforschung der Geschichte des Vereins in den Jahren der Nazi-Herrschaft.

2022 belegt der SV Blau-Weiß Grana den ersten Platz. Der Verein unterstützt seit Jahren geflüchtete und sozial benachteiligte Menschen, sodass die Spieler der ersten Mannschaft mittlerweile aus 12 Nationen kommen. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte der Verein durch die Doku-Reihe “They Call us Ausländerteam”.

2023 setzte sich der Verein ASA-FF gemeinsam mit den CFC-Fans mit dem Projekt #HEIMSPIEL durch weltoffene Fußballturniere und ein Kulturprogramm gegen Rassismus ein. Ihr Narrativ gegen Rechtsradikalismus wurde mit dem Julius Hirsch Preis geehrt.

2024 gewinnt die IFV Leipzig (Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport Fußball) mit der Bildungsarbeit zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Teilhabe den ersten Platz.

Weitere Beispiele für bisher ausgezeichnete Aktionen und Projekte findest du auf der Webseite des DFB. Im folgenden Video kannst du dir zudem einige Impressionen der Preisverleihung von 2021 anschauen:

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So können sich Fußballvereine bewerben

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Wettbewerb dieses Jahr war, dass die Bewerbung oder der Vorschlag durch Dritte bis zum 30. Juni 2025 eingereicht wurde. Auch wenn die Bewerbungsphase dieses Jahr schon vorbei ist, findest du alle Infos auf dieser Seite noch einmal zusammengefasst.

Natürlich gibt es für die drei Träger der Auszeichnung auch etwas zu gewinnen: Sie erhalten jeweils ein Preisgeld von 7000 Euro. Zudem werden sie im Herbst 2025 zu einer feierlichen Preisverleihung eingeladen. Die übrigen Bewerber müssen jedoch nicht leer ausgehen, sondern erhalten verschiedene Sachpreise. Wer also selbst in einem Verein tätig ist, der sich mit einer kreativen Aktion für den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt, sollte jetzt nicht zögern, dafür die verdiente Anerkennung zu erhalten!

Übrigens ehrt der DFB auch noch in weiteren Bereichen Vereine, die sich in besonderer Art und Weise engagieren. So zum Beispiel mit der Fair Play-Medaille, die jährlich an Spieler, Mannschaften und Funktionäre vergeben wird, die sich durch besonders faires Verhalten hervorstechen. Zudem ehrt die Sepp-Herberger-Stiftung jedes Jahr Amateurvereine für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement.

Auf einen Blick

  • Anmeldeschluss: Im entsprechenden Jahr der 31. Juni.
  • Preisgeld: Platz 1 bis 3 erhalten jeweils 7000€.
  • Verleihung: Die ersten drei Preisträger werden immer im Herbst des entsprechenden Jahres geehrt.
  • Das wird gesucht: Vereine oder Projekte, die sich mit der Kraft des Fußballs für Anerkennung und Respekt und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung engagieren.





Fußball, Ehrenamt, Auszeichnung, Vereinsarbeit

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