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  • Hannah Reinert
  • Neuigkeiten

So erstellst du eine Vereinswebseite

Ein guter Internetauftritt sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Noch nie war es so wichtig wie in der gegenwärtigen Zeit, sich auch über die digitale Welt zu präsentieren. Doch zum Glück war es auch noch nie einfacher. Aber wie kannst du dieses Projekt angehen? Das verraten wir dir im folgenden Text.

Wir sind keine Juristen und der folgende Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar, auch wenn er nach bestem Wissen und Gewissen verfasst wurde.

Was spricht für eine eigene Webseite?

Auf den ersten Blick verspricht eine eigene Vereinswebseite vor allem eins: Mehr Arbeit. Jemand muss sich um das Erstellen und die Aktualität der Seite kümmern. Gleichzeitig bringt eine Webseite aber auch viele Vorteile. Du kannst nicht nur auf tolle Aktionen des Vereins aufmerksam machen und Informationen teilen, sondern auch neue Mitglieder finden.

Auf Hochglanz polierte Profiwebsites scheinen auf den ersten Blick in weiter Ferne, aber du wirst merken, dass es gar nicht so viel braucht, um einen soliden Internetauftritt aufzubauen.

Wie definierst du Ziele für deine Webseite?

Zuallererst musst du überlegen, welche Zwecke die Webseite erfüllen soll. Möchtest du den Fokus auf die allgemeine Arbeit des Vereins legen? Auf ein bestimmtes Projekt? Oder soll die Webseite vergangene Aktionen archivieren? Egal ob du “bloß” über aktuelle Neuigkeiten informieren möchtest, oder auch über die Geschichte deines Vereins, denk darüber nach was besonders an deinem Verein ist, und wie du das am besten abbilden kannst.

Gleichzeitig solltest du dir überlegen, wen du ansprechen möchtest. Geht es um das Werben von neuen Mitgliedern? Soll es Werbepartner ansprechen? Oder ist es ein Ort für Personen, die bereits Mitglied sind? Oder soll es sowohl die alten Hasen abholen, als auch frisches Blut anlocken?

Solang du kein Konzept für deine Webseite besitzt, macht es auch keinen Sinn, diese zu erstellen. Natürlich ist ein Konzept nicht in Stein gemeißelt und du wirst das ein oder andere Mal umdenken müssen. Aber es ist wichtig, dass du weißt, was du von der Webseite willst. An der Umsetzung kann dann im nächsten Schritt gefeilt werden.

Wie baust du dir eine Webseite?

Heutzutage quillt das Internet geradezu über von Anbietern, die dir deine Traumwebseite für mal mehr, mal weniger Geld bauen wollen. Das ist praktisch, weil du nicht auf deine eigenen Programmierfähigkeiten angewiesen bist. Aber auch ein bisschen überfordernd. Deshalb denk darüber nach, ob es sich lohnt, jemand Professionellen anzuheuern, oder ob für deine Zwecke auch eine selbstgebastelte Webseite reicht (z.B. von WordPress).

Außerdem solltest du dich frühzeitig mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinandersetzen. Durch eine schlaue Verwendung von Schlagwörtern kannst du dadurch in den Suchmaschinen-Ergebnissen weiter nach oben rutschen.

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Welche Infos müssen auf deiner Webseite sein?

In Deutschland gibt es eine Impressumspflicht. Für die Webseite des Vereins bedeutet das, dass es einige Pflichtangaben gibt. Neben dem Namen auch noch eine sogenannte “vertretungsberechtigte natürliche Person” im Impressum namentlich genannt werden muss. Das ist meistens der Vorstand. Zusätzlich benötigst du eine E-Mail-Adresse und ein weiteres, nicht-elektronisches, Kontaktmittel. Das kann z.B. die Anschrift sein. Wenn es sich um einen eingetragenen Verein handelt, musst du noch das Vereinsregisters unter Angabe des Registergericht und Registernummer, sowie ggf. die Umsatzsteueridentifikationsnummer oder Wirtschaftsidentifikationsnummer angeben.

Gleichzeitig wird Datenschutz im europäischen Netz groß geschrieben. Wenn du auf deiner Website Cookies verwendest, musst du gegebenenfalls das Einverständnis der Nutzer einholen, um ihre Daten verarbeiten zu dürfen. Dafür musst du ein sogenanntes “Cookie-Banner” einrichten. Viele der Anbieter, mit denen du eine Website bauen kannst, bieten so etwas bereits an. Was nicht bedeutet, dass du automatisch so etwas brauchst.

Schon gewusst?

Cookie ist nämlich nicht gleich Cookie. Manche Cookies müssen existieren, damit eine Webseite funktioniert. Für deren Verwendung brauchst du keine Einwilligung. Andere Cookies hingegen, die zum Beispiel das Verhalten von Nutzer:innen auf der Webseite beobachten und speichern, benötigen eine Einwilligung. Eine gute Zusammenfassung über das Thema findest du hier.

Aufpassen musst du auch bei “indirekten Cookies”, z.B. wenn du ein YouTube Video nicht im sicheren Modus einbindest. Solche Cookies von Drittanbietern benötigen auch wieder die Einwilligung der Nutzer:innen.

Und du musst eine Datenschutzerklärung auf deiner Website öffentlich zugänglich machen, indem du erklärst, wie und welche Daten du auswertest.

Welche Infos sollten auf der Webseite sein?

Wenn du mit der Webseite auch neue Mitglieder ansprechen möchtest, solltest du einen Mitgliedervertrag bereitstellen und Infos über z.B. Schnuppertage oder Probetrainings regelmäßig aktualisieren. In der einfachsten Form kann eine Webseite aus nur einer Seite bestehen, in der du kurz und knapp deinen Verein vorstellst und möglicherweise auf die sozialen Medien verlinkst.

Außerdem solltest du den Antrag auf Mitgliedschaft entweder als PDF online zum Herunterladen anbieten, oder Interessierten anbieten, diesen direkt auf der Webseite auszufüllen. Wenn es dich interessiert, wie die VT Fansports App das löst, findest du den passenden Beitrag hier.

Du kannst aber auch mehr einbauen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Archiv, in dem sich Nutzer:innen durch Bilder und Videos vergangener Veranstaltungen klicken können? Oder die Protokolle der Mitgliederversammlungen, damit sich alle informieren können? Brauchst du möglicherweise Links zu einem Ticket- und Fanartikelshop?

Die Möglichkeiten sind hier schier endlos. Wenn du das Grundgerüst der Webseite bereits fertig hast, kannst du nach und nach mit zusätzlichen Angeboten experimentieren und ausprobieren, was am besten für deine Mission funktioniert.

Beispiele für gute Vereinswebseiten

Sehr einfach gehalten hat es zum Beispiel der SV Obersäckingen. Er setzt auf seiner Webseite auf ein Video, ansonsten sind alle wichtigen Infos kurz und knapp zusammengefasst. Die Seite ist ein sogenannter One-Pager, alles Wichtige kann in Erfahrung gebracht werden, ohne sich durch viele Unterseiten klicken zu müssen.

Beim Turn und Sportverein Fortuna in Saarburg werden mehrere unterschiedliche Sportarten angeboten. Um das auf den ersten Blick kenntlich zu machen, wird oben eine Slide-Show verwendet, in der unterschiedliche Angebote beworben werden. Zusätzlich werden die einzelnen Disziplinen weiter unten erneut einzeln aufgeführt. Dadurch wirkt die Seite, trotz reichem Angebot, nicht überladen. Hier wird Wert daraufgelegt, keine Disziplin in den Vordergrund zu stellen, sondern das gesamte Angebot gleichmäßig zu bewerben

Die Eintracht Trier setzt auf viele Bilder und einen deutlichen Fokus auf aktuelle Neuigkeiten. Außerdem hat sie ihre Sozialen Medien sehr schön ganz oben platziert. Damit man nicht von den ganzen Neuigkeiten erschlagen wird, hebt der Verein eine Geschichte besonders hervor. Bei Trier stehen die einzelnen Spieler im Vordergrund, sowie das aktuelle Geschehen. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass trotzdem die anderen Unterseiten in gut unterteilte Reiter verteilt wurden.



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