Personen reichen einander die Hand
  • Muriel Frantz
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Hochwasserkatastrophe: Vereine bieten und erhalten Hilfe

In Zeiten der Not zeigt sich umso deutlicher, welche Rolle das Ehrenamt in der Gesellschaft spielt. Zahlreiche Amateur- und Profivereine bieten Hilfe und Spenden für diejenigen an, die von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind.

Viele Vereine sind stark betroffen

Es sind schwierige Zeiten für Amateurvereine: Viele von ihnen sind durch die Coronapandemie geschwächt. Nun stehen sie vor einer weiteren Herausforderung, denn vielerorts sind Sportplätze, Vereinsheime und Hallen zerstört. Zahlreiche Vereine bangen zurzeit um ihre Existenz. Doch auch nach den herausfordernden Monaten wird deutlich, dass der Zusammenhalt innerhalb der Vereine immer noch sehr stark ist. Die wichtige Rolle, die das Ehrenamt in der Gesellschaft einnimmt, zeigt sich in diesen Zeiten noch deutlicher als sonst.

Im Verein hilft man sich gegenseitig

Viele Vereinsmitglieder sind durch die Überschwemmungen auch privat betroffen. Die Flut zerstörte unzählige Häuser und Wohnungen. Die Katastrophe macht deutlich, dass es im Verein um mehr geht als nur gemeinsames Sporttreiben. Vereinsmitglieder verbindet mehr nicht nur die Liebe zum Sport.

Man zeigt Solidarität und hilft sich gegenseitig, in schwierigen Zeiten mehr denn je. Vereinsmitglieder unterstützen sich gegenseitig bei der Beseitigung der Spuren, die die Flut hinterlassen hat. Auch bei Aufräumarbeiten in den eigenen Sportstätten packen Vereinsmitglieder zusammen an. Dies zeigt, dass im Vereinsleben vor allem eins großgeschrieben wird: Gemeinschaft.

Vereine starten Spendenaktionen

Nicht nur innerhalb des Vereins, auch nach außen hin bieten zahlreiche Vereine Hilfe an. Unzählige Spenden- und Hilfsaktionen wurden ins Leben gerufen, um diejenigen zu unterstützen, die am schwersten von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind. Viele Amateurvereine wollen sowohl in Form von Sachspenden als auch mit finanzieller Unterstützung helfen. Andere Vereine bieten ihre Hilfe an, indem sie anderen Vereinen ihre Sportstätten zur Verfügung stellen. So veranlasst beispielsweise die SG Wawern/Kanzem eine Spende zugunsten der Betroffenen aus der Region. Sie organisiert ein Benefizturnier mit Livemusik auf der Kanzemer Sportanlage und spendet die Einnahmen an die Menschen, die mit den Folgen des Hochwassers zu kämpfen haben.

Neben den Vereinen des Breitensports wollen auch Profivereine helfen. Borussia Dortmund, der FSV Mainz 05, der 1. FC Kaiserslautern und Borussia Mönchengladbach kündigten ebenfalls Benefizspiele an. Der 1. FC Köln und der FC Bayern München haben bereits einen Scheck in Höhe von 100.000 Euro an die Aktion “Lichtblicke e.V.” übergeben, die den Unwetter-Betroffenen unter die Arme greift. Oliver Kahn, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern äußert sich hierzu wie folgt:

„Die Schäden dieser Hochwasserkatastrophe sind verheerend. Der FC Bayern will mit seinem Partner Telekom und seinem Testspielgegner 1. FC Köln den Menschen helfen, die unverschuldet in so schwere Not geraten sind. Diese Spende soll nur ein erster Schritt sein, der FC Bayern plant weitere Maßnahmen zur Unterstützung.“

Sportverbände helfen Opfern und Vereinen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) stellen Hilfsfonds in Höhe von 3 Millionen Euro zur Verfügung, um die Betroffenen der Überschwemmungen zu unterstützen. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme äußern sie sich hierzu folgendermaßen:

„Die Bilder der Überschwemmungen und Verwüstungen, das gesamte Ausmaß dieser Katastrophe, lassen uns betroffen und entsetzt zurück. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen, den Verletzten und den vielen Menschen, die in Not sind. DFL und DFB beabsichtigen […] einen finanziellen Beitrag zur Flutopferhilfe zu leisten und dazu gemeinsam einen Hilfsfonds mit einem Volumen von drei Millionen Euro aufzustellen. Dies wird das menschliche Leid nicht mildern können. Wir hoffen aber, damit gemeinsam wenigstens an einigen Stellen unterstützen zu können. Solidarität in dieser Krisensituation halten wir für selbstverständlich.” , so der DFB und die DFL in einer gemeinsamen Stellungnahme zu den tragischen Ereignissen.

Außerdem betont der DFB in der Stellungnahme, dass er die UEFA bereits kontaktiert hat. Diese hat ebenfalls Unterstützung zugesagt. Auch der Fußballverband Rheinland reagiert solidarisch auf die tragischen Ereignisse. Er verschiebt Spiele und bietet mit seiner Stiftung “Fußball hilft!”“Fußball hilft!” finanzielle Unterstützung an. Hieran können sich sowohl Privatpersonen als auch Vereine mit einer Spende beteiligen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will gezielt den Amateursportvereinen unter die Arme greifen und stellt eine Soforthilfe in Höhe von 100.000 Euro für sie bereit. Er startet einen Spendenaufruf an seine Mitgliedsorganisationen, um diesen Betrag weiter aufzustocken.

Wer sich an der Hilfsaktion des DOSB beteiligen will, dem stellen wir hier gerne die Bankverbindung zur Verfügung:

Stiftung Deutscher Sport
Kontonummer: 00 96 18 26 00
Bankleitzahl: 500 800 00
IBAN: DE 17 500 800 0000 961 826 00


Sportvereine, Spenden, Ehrenamt

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