Fünf kreative Arten, Teams einzuteilen
Gerade im Mannschaftssport gerät man als Trainer:in immer wieder vor das Problem, dass im Training Gruppen eingeteilt werden müssen. Oft läuft es dabei immer wieder auf das klassische Wählen von Teams hinaus, was zu den immergleichen Teams führt. Eine andere oft genutzte Alternative ist das Abzählen oder das Einteilen der Teams durch den Trainer/die Trainerin, was auf Dauer jedoch auch oft zu Diskussionen und Unzufriedenheit führt.
Damit du die Einteilung der Teams zukünftig fairer, spaßiger und vielfältiger durchführen kannst, zeigen wir dir hier 5 Wege kreative Arten, um deine Spieler:innen in Gruppen einzuteilen.
#1: Einteilung per Schnick-Schnack-Schnuck
Die Spieler:innen teilen sich in Zweierteams auf und spielen innerhalb ihres Teams einmal Schere-Stein-Papier gegeneinander. Die Sieger:innen bilden im Anschluss das eine Team, die Verlierer:innen das andere Team. Sollte es zu einem Unentschieden kommen, wird so lange weitergespielt, bis es eine:n Sieger:in gibt.
Vorteil: schnelle Einteilung der Teams mit hohem Spaßfaktor
Nachteil: zuvor Aufteilen in Zweierteams notwendig
#2: Einteilung per App: Team Shake
In der App Team Shake kann man durch Schütteln des Handys in Sekundenschnelle Teams einteilen lassen. Dafür müssen lediglich die Namen der Spieler:innen in der App eingetragen werden und im Anschluss teilt die App sie automatisch in Gruppen ein.
Falls man als Trainer:in sichergehen möchte, dass die Gruppen dabei ähnlich stark sind, gibt es auch die Möglichkeit den Spieler:innen ein gewisses Leistungsniveau in der App zuzuweisen.
Vorteil: schnelle und faire Einteilung der Teams
Nachteil: Handy notwendig, Namen der Spieler:innen müssen zuvor eingetragen werden
#3: Spielerische Team-Einteilung per Atomspiel
Gerade in jüngeren Trainingsgruppen ist es auch eine Möglichkeit die Teams in spielerischer Form einzuteilen. Dafür eignet sich beispielsweise das sogenannte Atomspiel: Dabei bewegen sich die Spieler:innen kreuz und quer durch ein abgegrenztes Feld und müssen sich auf Kommando zu Gruppen bestimmter Größen zusammenfinden.
Dadurch, dass die Spieler:innen probieren möglichst schnell Teams zu bilden, kommt es dabei üblicherweise zu anderen Gruppen, als wenn sie sich ohne diesen Zeitdruck zusammenfinden würden. Um das Ganze interessanter zu gestalten, können zusätzlich zur Gruppengröße auch noch Bewegungsaufgaben gestellt werden, die als Gruppe absolviert werden müssen (z.B. nur 4 Körperteile pro Gruppe berühren den Boden)
Vorteil: Macht gerade jüngeren Gruppen großen Spaß
Nachteil: Vergleichsweise zeitaufwändig
#4: Teilen und Aussuchen
Diese Variante der Teameinteilung ist eine gute Alternative zum klassischen Wählen der Mannschaften. Hier werden zwei Personen vom Trainer/von der Trainerin bestimmt. Eine davon darf im Anschluss die Teams zusammenstellen. Die andere Person darf hingegen zuerst bestimmen, in welches der beiden Teams sie gehen will.
Die Person, die die Teams zusammengestellt hat, muss daher damit rechnen in das “Schwächere” der beiden Teams zu kommen. Dementsprechend wird sie quasi indirekt dazu gezwungen gleichstarke Teams einzuteilen, um am Ende nicht selbst einen Nachteil zu haben.
Vorteil: Sorgt verlässlich für faire Teams
Nachteil: Kann - je nachdem wie schnell sich die beiden wählenden Personen einigen - viel Zeit in Anspruch nehmen
#5: Einteilung mit Spielkarten
Die Einteilung von Gruppen kann auch vorgenommen werden, indem die Gruppen in Form von verschiedenen Gegenständen zugelost werden. Beispielsweise kann ein Stapel mit Spielkarten so hingelegt werden, dass die Sportler:innen diese verdeckt ziehen müssen. Die Teams können dann unter anderem nach den folgenden Eigenschaften der Karten eingeteilt werden:
- Alle mit Dunklen Karten (Pik, Kreuz) gegen alle mit hellen Karten (Karo, Herz)
- Einteilung der Teams nach Spielkartenfarbe (Pik, Kreuz, Karo, Herz)
- Einteilung der Teams nach Wert der Karte (Ass bildet ein Team, König, bildet ein Team, alle mit einer 9 bilden ein Team, etc.)
Um gleich große Teams zu gewährleisten, muss der Kartenstapel im Vorfeld so zusammengestellt werden, dass für alle Teams gleich viele Karten im Stapel sind. Möchte ich z.B. anhand der Spielkartenfarbe eine Gruppe von 16 Sportler:innen in 4 Gruppen einteilen, sollte der Stapel aus je 4 Karten Herz, Kreuz, Karo und Pik bestehen.
Vorteil: Randomisierte und damit unparteiische Gruppenzuteilung
Nachteil: Aufwand bei Vorbereitung des Kartenstapels, Material (Spielkarten) notwendig
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Weitere Möglichkeiten
Weitere Inspirationen zur Einteilung von Teams findest du auf den folgenden Seiten:
- Wimasu: "Teams bilden im Sportunterricht"
- Sportunterricht.ch: "Wie bilde ich Teams im Schulsport?"
- Sport Thieme: "Wie bilde ich ein Team? 10 Spiele zur Gruppeneinteilung"