Wie der 1.FC Lintfort ein Millionenpublikum auf Instagram erreicht
Der 1.FC Lintfort spielt in der sechsthöchsten deutschen Spielklasse. In Sachen Reichweite übertrifft der Verein jedoch sogar die meisten Regionalligisten. Fast 15.000 Menschen folgen dem Verein aus der Landesliga Niederrhein auf Instagram. Einige Videos des Vereins haben sogar mehrere Millionen Aufrufe. Und das, obwohl der Verein erst in diesem Jahr aus der TuS Fichte Lintfort und dem DJK Lintfort fusioniert ist.
Wir haben mit dem ersten Vorsitzenden des 1.FC Lintfort Kevin Hippert gesprochen. Er leitet zugleich den Instagram-Account des Vereins und ist damit der Kopf hinter dem Erfolg des Vereins in den sozialen Medien. Als Geschäftsführer einer Online-Marketing-Agentur kennt er sich bereits bestens mit der Außendarstellung in den sozialen Medien aus und nutzt dieses Wissen nun auch für seinen Verein.
Mit Memes zur Million
Den größten Nachteil, den er im Vergleich zu Profiteams sieht, sind die geringeren Möglichkeiten zur Außendarstellung. Aus diesem Grund entschied sich Hippert für ein vergleichbar leicht umsetzbares Format, bei dem er Meme-Clips zu den Spielen des Vereins postet. In diesen Kurzvideos nimmt sich der Verein oft selbst aufs Korn, was bei den Zuschauer:innen gut ankommt.
Knapp 450.000-mal wurde allein das beliebteste Video des Vereins geliked. Die Kommentare darunter stammen von Fußballfans aus aller Welt und sind fast durchweg positiv. Auch wenn natürlich nur ein Bruchteil dieser Leute den Verein auch über diese Videos hinaus verfolgt, hat sich der Verein damit eine beeindruckende internationale Fanbase aufbauen können.
Instagram als Werbefläche für Sponsoren
Neben den Memes zu den eigenen Spielen macht der 1.FC Lintfort auf Instagram auch “normale” Infoposts, in denen er seine Follower über aktuelle Ergebnisse und generelle Neuigkeiten in der Vereinsarbeit informiert. Dort tauchen gerade in den letzten Wochen auch vermehrt Ankündigungen neuer Sponsoren des Vereins auf.
Denn: Der Erfolg des 1.FC Lintfort in den sozialen Medien hat den Verein auch für potenzielle Sponsoren noch einmal attraktiver gemacht. “Es ist wirklich beachtlich zu sehen, was für einen Einfluss das hat”, fasst der erste Vorsitzende Kevin Hippert diese Entwicklung zusammen. Gerade da der Verein erst seit wenigen Wochen eine derart hohe Reichweite hat, ist es für ihn besonders beeindruckend, wie sehr sich die Resonanz potenzieller Sponsoren seitdem verbessert hat.
Auch wenn Hippert weiß, dass nicht jeder Post des Vereins Millionenfach geklickt wird, zeigen die bisherigen Zahlen des Vereins, dass der Verein die Plattform und deren Zuschauer:innen verstanden hat. Und allein das ist für viele Sponsoren seiner Meinung nach schon attraktiv genug. Denn die Chancen, dass auch zukünftig nochmal ein Post des 1.FC Lintfort viral gehen wird, stehen nicht schlecht. Die Aussicht dann mit dem eigenen Logo potenziell ein Millionenpublikum zu erreichen, motiviert viele Firmen dazu, den Verein finanziell zu unterstützen.
Kevin Hippert im Video-Interview
Das gesamte Interview mit dem ersten Vorsitzenden des 1.FC Lintfort Kevin Hippert, findest du im folgenden Video. Dort erfährst du unter anderem auch, wie die Reaktionen der älteren Vereinsmitglieder auf den Content des Vereins waren und welche Tipps Hippert anderen Vereinen für ihre Außendarstellung in den sozialen Medien geben würde.