Target Sprint Trophy - Bericht und Bilder aus Steinwenden
Rund 90 Sportler:innen aus Deutschland und der Schweiz waren am vergangenen Wochenende zur dritten Station der Target Sprint-Trophy im pfälzischen Steinwenden. Unweit der amerikanischen Air-Base ging es dabei nicht nur um die Gesamtwertung in der Target Sprint-Trophy, sondern auch um die potenzielle Qualifikation für die Weltmeisterschaft Mitte Juli in Dingolfing.
Wie die einzelnen Rennen gelaufen sind, verraten wir dir im folgenden Text. Außerdem zeigen wir dir dort einige Bilder von den Wettbewerben. Zuvor geben wir dir jedoch erst einmal eine kurze Erklärung, was Target Sprint überhaupt ist.
Bereits im vergangenen Jahr waren wir beim Sommerbiathlon in Lebach zu Gast, wo zusätzlich zum Sommerbiathlon ebenfalls ein Target Sprint-Wettkampf ausgetragen wurde.
Zum Bericht mit Bildern vom Sommerbiathlon in LebachSo funktioniert Target Sprint
Target Sprint lässt sich grob mit dem aus dem TV bekannten Biathlonsport vergleichen. Beim Target Sprint wird jedoch anstatt mit Skiern oder Rollski grundsätzlich zu Fuß gelaufen. Wie beim Sprintwettkampf im Biathlon oder Sommerbiathlon, werden insgesamt drei Laufrunden absolviert und zweimal geschossen. Die Runden sind mit 400m jedoch relativ kurz, sodass die Wettkämpfe üblicherweise nur zwischen 4 und 6 Minuten dauern.
Geschossen wird nicht mit Kleinkalibergewehren, sondern mit Luftdruckwaffen. Diese haben deutlich weniger Energie, weshalb die Distanz zu den Scheiben auch nur 10 anstelle von den beim Biathlon üblichen 50 m beträgt. Besonders beim Target Sprint ist, dass so lange auf die fünf Ziele geschossen werden muss, bis alle Scheiben getroffen wurden. Falls nach 15 Schüssen noch nicht alle Ziele getroffen wurden, gibt es für jede nicht gefallene Scheibe eine Strafzeit von 15 Sekunden. Nachgeladen werden alle Schüsse einzeln. Zudem werden beide Schießeinlagen ausschließlich stehend absolviert. Wie das aussieht, siehst du in diesem Video:
Ein Target Sprint-Wettkampf besteht üblicherweise aus zwei Läufen. Dabei gibt es zwei verschiedene Modi, nach denen der Wettkampf ablaufen kann. Entweder werden die Zeiten aus beiden Läufen im Anschluss zusammengerechnet und es gewinnt der/die Sportler:in mit der besten Gesamtzeit.
Alternativ gibt es einen Qualifikations- und einen Finallauf. Dies wird gerade bei Rennen mit hohen Teilnehmerzahlen gemacht. Dort dienen die Ergebnisse aus dem ersten Lauf lediglich zur Qualifikation für den Final-Lauf, in dem dann nur noch die zeitschnellsten Athlet:innen aus der Qualifikation an den Start gehen dürfen. Im zweiten Lauf gewinnt dann die Person, die in diesem Lauf als Erstes die Ziellinie überquert.
Mehr Informationen zum Target Sprint findest du hier.
Die Target Sprint-Trophy im Überblick
Die Target Sprint-Trophy ist eine nationale Wettkampfserie im Target Sprint, in der die besten Athlet:innen aus ganz Deutschland an den Start gehen. Sie besteht aus insgesamt fünf Stationen und wird von April bis August ausgetragen. Höhepunkt der Target Sprint-Trophy ist die letzte Wettkampf-Station in Hatten Anfang August, die gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird. Die einzelnen Stationen der Target Sprint-Trophy haben wir dir hier noch einmal aufgelistet:| Datum | Landesverband | Austragungsort |
|---|---|---|
| 06.bis 07. April 2024 | Westfalen | Aplerbeck |
| 03. bis 05. Mai 2024 | Bayern | Bayern Park (Reisbach) |
| 01. bis 02. Juni 2024 | Pfalz | Steinwenden |
| 15. bis 16. Juni 2024 | Thüringen | Suhl |
| 02. bis 05. August 2024 | Nordwestdeutschland | Hatten |
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Bayerisches-Doppel-Podest bei den Junioren
Bei den Wettkämpfen in Steinwenden hatten gerade in den Nachwuchs-Klassen die bayerischen Athleten das bessere Ende für sich: Bei den Junioren gab es einen bayerischen Doppelsieg für Lukas Bürki (Hubertus-Alpenjäger Haibach) und Christoph Limmer (Grüne Au Paising). Hinter ihnen komplettierte der Thüringer Robert Drößler von der SV Eintracht Frankenhain das Podest.
Auch bei den Juniorinnen waren gleich zwei bayerische Sportlerinnen auf dem Podium. Sowohl Siegerin Eva Cruchten (Vorwaldschützen Renholding), als auch die drittplatzierte Julia Enderle (SG Schützenlisl II Englschalking) vertraten die bayerischen Farben. Zwischen ihnen reihte sich Alena Weinmann vom SC Gosheim aus Württemberg auf dem zweiten Platz ein.
Dreikampf um den Sieg bei den Damen
In der Altersklasse Damen I waren die Podiumsplätze schon recht früh verteilt. Kerstin Schmidt (Edelweiß Siegritz), Jana Landwehr (BSV Aplerbeck) und Anja Fischer (SGi Ennetach) breschten schon früh vorneweg und konnten sich schon beim ersten Schießen deutlich von ihren Konkurrent:innen absetzen.
Spannender war da hingegen die Frage, welche der drei Damen am Ende welche Stufe des Podests besetzen würde. Gerade Jana Landwehr und Kerstin Schmidt lagen nach dem ersten Lauf gerade einmal eine Zehntelsekunde auseinander. Und auch Anja Fischer lag rund 18 Sekunden dahinter noch in Schlagdistanz.
Im zweiten Lauf gelang es Kerstin Schmidt dann, sich mit zwei schnellen und vor allem sichern Schießeinlagen, sich von Jana Landwehr abzusetzen und sich so den Sieg zu sichern. Anja Fischer kam knapp hinter den beiden als Dritte ins Ziel und belegte diesen Platz am Ende auch in der Gesamtwertung.
Herzschlagfinale bei den Herren I
Mit 17 Athleten waren die Herren I die zahlenmäßig am stärksten besetzte Altersklasse, weshalb das Rennen hier in Qualifikations- und Finallauf unterteilt war. Dabei ging es schon im Qualifikations-Lauf sehr eng zu. Gerade einmal 30 Sekunden trennten die ersten neun Athleten, die sich für das Finale qualifizieren konnten.
Entsprechend spannend blieb es auch im späteren Finallauf. Dort verließ nach dem ersten Schießen Christoph Larasser (SG Friedliches Tal Eschbaum) knapp vor Paul Pfauch (SV Eintracht Frankenhain) und Mark-Andree Sippel (SV Stärklos) den Schießstand. Dicht dahinter nahmen Dominik Hermle (SC Gosheim) und Jacob Hofmann (SV Eintracht Frankenhain) auf den Plätzen vier und fünf die Verfolgung auf.
Alle fünf kamen innerhalb von knapp zehn Sekunden zum letzten Schießen, sodass dort nun die Entscheidung, um die Medaillenränge fallen sollte: Mit einer weiteren starken Schießeinlage verteidigte dort Christoph Larasser seine Führung. Dahinter kämpften Mark-Andree-Sippel, Paul Pfauch und Jacob Hofmann um die übrigen beiden Podestplätze.
Auf der Schlussrunde konnte Christoph Larasser Platz haarscharf seinen ersten Platz behaupten, während Jacob Hofmann sich dahinter von Platz vier auf zwei vorschieben konnte. Am Ende fehlten ihm sogar gerade einmal 0,8 Sekunden auf Platz eins. Dritter wurde Paul Pfauch, der zwar knapp hinter seinem Teamkollegen Jacob Hofmann landete, dafür jedoch noch Mark Andree Sippel aus Hessen überholen konnte.
Die weiteren Ergebnisse im Überblick
In den übrigen Altersklassen setzten sich die folgenden Sportler:innen durch:
| Altersklasse | Name | Verein | Gesamtzeit |
|---|---|---|---|
| Schüler weiblich | Milia Kußmaul | Schützenverein Bondorf | 11:46 min |
| Schüler männlich | Julian Grundler | Edelweiß Siegritz | 10:43 min |
| Jugend weiblich | Lisa Enderle | SG Schützenlisl II Englschalking | 10:46 min |
| Jugend männlich | Nils Reusser | Schweiz | 10:04 min |
| Damen II | Sonja Deiß | SC Jagdhaus 1982 | 12:50 min |
| Herren II | Thomas Rabe | SV 1874 Laubach | 10:38 min |
| Damen III | Anita Cruchten | Vorwaldschützen Renholding | 15:54 min |
| Herren III | Andreas Tempelfeld | SV 1874 Laubach | 10:56 min |
| Herren IV | Jochen Polenske | SV Lindlar | 13:07 min |