Basketball im Korb
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Aufbau und Strukturen des deutschen Basketballsports

Welche Organisation steht eigentlich hinter dem deutschen Basketball? Und wie funktioniert das Liga-System? Diesen Fragen gehen wir im Folgenden nach.

Was ist der DBB und welche Funktionen hat er?

Der Deutsche Basketball Bund (DBB) ist der nationale deutsche Basketball-Dachverband mit Sitz in Hagen. Er wurde am 01. Oktober 1949 in Düsseldorf unter der Führung von Siegfried Reiner gegründet und wies im Jahr 2020 mit circa 217.000 Mitgliedern in 2.106 Vereinen die bislang höchste Mitgliederzahl seiner Geschichte auf. Derzeitiger Präsident ist seit 2006 Ingo Weiss.

Der DBB übernimmt größtenteils organisatorische Aufgaben, wie zum Beispiel die Veranstaltung der deutschen Meisterschaften oder die Teilnahme an internationalen Meisterschaften, sowie den Olympischen Spielen. Weitere Aufgaben sind unter anderem die Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern, sowie die Förderung des Leistungs-, Breiten-, Freizeit-, Jugend-, und Schulsports.

Für diese Veranstaltungen ist der DBB zuständig:

Von wem wird die Basketball-Bundesliga (BBL) organisiert?

Wie man an der obigen Auflistung erkennen kann, ist der DBB nicht mehr für die Verwaltung und Organisation der easyCredit Basketball Bundesliga (seit 2016 offizielle Bezeichnung) verantwortlich. Die Bundesliga wurde 1964 zwar unter Beschluss des DBB gegründet, wird jedoch von der eigens für diesen Zweck im Jahr 1996 gegründeten Basketball Bundesliga GmbH verwaltet und organisiert. HIntergrund dieser Entscheidung war es, die Liga professioneller und attraktiver wirken zu lassen. Des Weiteren sollte sie hierdurch bis 2020 die beste Liga Europas werden. Der DBB hält, trotz Abgabe aller Verantwortungen, weiterhin 26% an der Gesellschaft. Die restlichen 74% sind auf die Mitgliedsvereine der BBL verteilt.

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Spielmodi und Aufstiegssystem

Der Spielmodus der BBL:

Eine Bundesliga-Saison beginnt am 01. Juli und endet am 30. Juni, wobei der Spielbetrieb meist zwischen Ende September und Anfang Juni läuft. Die 18 Bundesligisten spielen während der Hauptrunde in einer Hin- und Rückrunde gegeneinander. Die acht Bestplatzierten treten dann in den Play-Offs nochmals im Best-of-Five-Modus in zwei Runden gegeneinander an.

In der Finalrunde treten dann die jeweiligen Sieger der beiden Play-off-Runden fünfmal gegeneinander an. Der Sieger wird Deutscher Meister, der Zweite Vizemeister. Die beiden Letztplatzierten der Hauptrunde stehen als Absteiger in die ProA fest, welche der 2. Basketball-Bundesliga entspricht. Der Meister und Vizemeister der ProA steigen hingegen in die BBL auf.

Die Spiele der BBL kannst du in dieser und nächster Saison noch bei Magenta Sport verfolgen. Ab der Saison 2023/2024 wird S-Nation Media - der neue Streamingdienst des ehemaligen DFL-Chefs Christian Seifert und des Medienkonzerns Axel Springer - die BBL für mindestens 6 Spielzeiten übertragen. Einen Vorgeschmack darauf, was dich in der Basketball Bundesliga erwartet, bekommst du im folgenden Video:

Der Spielmodus der ProA (2. Liga):

Die Saison in der 2.Bundesliga beginnt üblicherweise am 1. Juli und endet am 30. Juni, wobei der Spielbetrieb meist zwischen Ende September und Anfang Mai läuft. In der Hauptrunde spielen im Gegensatz zur BBL 16 Mannschaften in einer Hin- und Rückrunde gegeneinander. Wie auch in der BBL spielen die acht bestplatzierten anschließend in zwei Play-Off-Runden im Best-Of-Five-Modus. Die beiden Sieger der jeweiligen Runde spielen dann im Finale um die Titel Meister und Vizemeister der ProA. Beide Mannschaften erhalten zwar das Aufstiegsrecht in die BBL, jedoch kann die BBL eine Wildcard in die BBL aufsteigen lassen, wenn einer der beiden Mannschaften einen Aufstieg nicht wahrnehmen kann oder will. Die beiden letztplatzierten Mannschaften steigen in die ProB ab, während Meister und Vizemeister der ProB in die ProA aufsteigen dürfen.

Die Spiele der 2.Basketball Bundesliga ProA kannst du kostenfrei online bei Sportdeutschland.tv verfolgen. Die Streaming-Plattform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat ihre Kooperation mit der Liga kürzlich bis 2025 verlängert.
Der Spielmodus der ProB (auch 2. Liga):

Die ProB ist die dritthöchste Spielklasse im deutschen Basketball, bildet jedoch zusammen mit der ProA die 2. Basketball-Bundesliga und ist in die beiden Staffeln “Nord” und “Süd” eingeteilt. Beide Staffel haben generell zwölf Mannschaften, wobei es in der Hauptrunde jeweils nur acht Mannschaften in die Play-Offs schaffen. Der Rest spielt um den Klassenerhalt. Um zu gewinnen müssen zwei von drei Spielen gewonnen werden und es schaffen wieder nur Meister und Vizemeister den Aufstieg in die ProA.

Beide Spielgruppen der 2. Basketball-Bundesliga werden von der 2. Basketball-Bundesliga GmbH organisiert.

Der Spielmodus der Regionalliga:

Auf der vierten und fünften Spielklassenebene des deutschen Basketball sind die 1. und 2. Basketball-Regionalliga angesiedelt. Dabei wird die 1. Regionalliga in die folgenden vier Spielgruppen mit den jeweiligen Landesverbänden aufgeteilt:

  1. Regionalliga Nord (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein)
  2. Regionalliga West (Nordrhein-Westfalen)
  3. Regionalliga Südost (Bayern, Sachsen, Thüringen)
  4. Regionalliga Südwest (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)

Die Meister jeder 1.-Regionalliga-Spielgruppe qualifiziert sich für einen Aufstieg in die ProB.

Ab der sechsten Ebene wird der deutsche Basketball durch die verschiedenen Landesverbände gebildet. Diese Landesverbände können sich je nach Größe in beispielsweise Bezirks- oder Kreisligen aufspalten. Die verschiedenen Landesverbände findet Ihr zusammengefasst in der folgenden Auflistung:

*der Bremer Basketball-Verband ist Anfang 2022 mit dem Niedersächsischen Basketball-Verband zusammengeführt worden

Abgesehen davon, dass es im Ligasystem des DBB streng genommen keine 3. Liga, so wie im Fussball oder Handball, gibt, ähneln sich die Systeme doch sehr. Durch viel Arbeit und hartes Training hat jede noch so unbekannte Mannschaft die Chance, sich in den Liga-Rängen bis in die 1. Bundesliga hochzuarbeiten.



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