10 Amateurvereine mit großen Fußballstadien
Die Spiele der deutschen Profi-Ligen locken jedes Wochenende zigtausende Fans in die einzelnen Stadien. Dementsprechend sind die Stadien der Spitzenteams mittlerweile oft zu gigantischen Fußball-Tempeln geworden, die oft zehntausende Zuschauer:innen beherbergen können.
Doch nicht nur im Profi-Bereich gibt es Vereine, die in Stadien mit einer solchen Kapazität spielen können. Auch einige Vereine aus den Amateurligen spielen aus den verschiedensten Gründen in Stadien, die auch ein Bundesliga-Publikum beherbergen könnten. Hier stellen wir dir 10 solcher Vereine und ihre Stadien vor.
1.) Sportfreunde Siegen
Obwohl die Sportfreunde Siegen aktuell nur in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse aktiv sind, fasst ihr Stadion mehr Zuschauende als beispielsweise das Stadion von Bundesligist 1.FC Heidenheim (15.000 Plätze). Rund 18.500 Zuschauende passen in das Leimbachstadion, in dem die Sportfreunde Siegen ihre Heimspiele ausgetragen.
Im Schnitt besuchen in der aktuellen Saison laut Transfermarkt.de jedoch nur rund 850 Menschen die Spiele des SF Siegen in der Oberliga Westfalen. Damit sind sie jedoch dennoch das Team mit dem höchsten Zuschauerschnitt der Liga. Den Zuschauerrekord verbuchten die Sportfreunde aus Siegen im Leimbachstadion in der Saison 2005/2006 - damals noch in der 2. Bundesliga – gegen den VfL Bochum. Beim 3:0-Heimsieg der Siegener waren damals 17.745 Fans im Stadion.
Neben dem SF Siegen hat auch der 1.FC Kaan-Marienborn bereits einige größere Spiele im Leimbachstadion ausgetragen. Darunter auch die DFB-Pokal-Partie gegen den 1.FC Nürnberg in der Saison 2022/23, bei der rund 9.500 Zuschauende in Siegen anwesend waren. Damals waren auch wir mit einem großen Team vor Ort, da wir das Online-Ticketing für die Partie organisiert hatten. Unseren Spielbericht mit Bildern von dem Pokal-Duell kannst du dir hier noch einmal durchlesen.
2.) FC Rot-Weiß Erfurt
Eines der modernsten Stadien auf dieser Liste ist das Steigerwaldstadion des FC Rot-Weiß Erfurt, welches erst von 2015 bis 2017 für 45 Millionen Euro umfangreich umgebaut und modernisiert wurde. Das Stadion fasst seit dem Umbau rund 18.600 Fans und ist damit hinter der Skatbank-Arena in Altenburg (25.000 Plätze) das zweitgrößte Stadion Thüringens.
Laut Transfermarkt.de sind bei den Heimspielen des FC Rot-Weiß Erfurt in dieser Saison bislang im Schnitt 6.381 Zuschauende im Steigerwaldstadion vor Ort. Damit sind die Erfurter hinter dem FC Energie Cottbus das Team mit den zweitmeisten Zuschauer:innen in der viertklassigen Regionalliga Nordost.
Das Spiel mit den meisten Zuschauer:innen im Steigerwaldstadion ist bereits rund 70 Jahre her. Damals spielte mit Turbine Erfurt der Vorläufer des FC Rot-Weiß Erfurt vor über 47.300 Zuschauer:innen in der DDR-Oberliga gegen Chemie Leipzig. In der jüngeren Vergangenheit war das Freundschaftsspiel von Rot-Weiß Erfurt gegen Borussia Dortmund vor der Saison 2023/24 das bestbesuchte Spiel seit dem Umbau des Steigerwaldstadions. Damals waren bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den Vizemeister aus Dortmund 16.724 Fans im Stadion.
3.) KSV Hessen Kassel
Das Auestadion, in dem der Regionalligist KSV Hessen Kassel seine Heimspiele austrägt, ist mit 18.737 Plätzen aktuell das größte Stadion Nordhessens. Seit dem letzten Ausbau des Stadions Ende Oktober 2010 hat das Stadion rund 8.440 Sitzplätze, sowie weitere 10.000 Stehplätze.
Mit durchschnittlich 2.900 Zuschauer:innen pro Spiel ist der KSV Hessen Kassel in dieser Saison laut Transfermarkt.de das Team mit den drittmeisten Zuschauenden in der Regionalliga Südwest. Nur die Stuttgarter Kickers (4.510) und Kickers Offenbach (6.361) locken im Schnitt mehr Fans an.
Die meisten Zuschauenden kamen im Jahr 1964 zur Partie des KSV Hessen Kassel gegen Hannover 96 um den Aufstieg in die Bundesliga ins Auestadion. Damals waren rund 37.000 Zuschauer:innen vor Ort. Nur wenige Jahre zuvor fand außerdem sowohl 1958 als auch 1959 das Endspiel des DFB-Pokals im Auestadion statt.
In der jüngeren Vergangenheit zählten vor allem die Spiele der Deutschen U21-Männer zu den Highlights, die im Auestadion stattfanden. Das Spiel zwischen der deutschen und der italienischen U21-Auswahl im März 2011 stellte mit über 16.000 Zuschauenden sogar einen Besucherrekord für U21-Freundschaftsspiel in Deutschland auf.
Ein Rekordversuch des KSV Hessen Kassel mit dem Ziel, im Heimspiel gegen den KSV Baunatal den Besucherrekord für Spiele in der fünften Liga zu brechen, schlug im April 2019 knapp fehl. Auch wenn die benötigten 18.313 Fans am Ende nicht zusammenkamen, waren letztendlich knapp 15.500 Zuschauer:innen beim Hessenliga-Spiel gegen den KSV Baunatal im Auestadion vor Ort. Dies war auch das meistbesuchte Spiel des Vereins in der jüngeren Vergangenheit.
4.) Kickers Offenbach
Seit über 100 Jahren trägt der Südwest-Regionalligist Kickers Offenbach seine Heimspiele im Stadion am Bieberer Berg aus. Das Stadion wurde von 2011 bis 2012 für rund 25 Millionen Euro nahezu vollständig abgerissen und neu aufgebaut. Seitdem bietet das Stadion insgesamt 20.500 Plätze - davon sind rund die Hälfte Sitz- und die andere Hälfte Stehplätze.
In der diesjährigen Regionalliga-Saison kommen im Schnitt rund 6.300 Zuschauer:innen zu den Heimspielen der Kickers Offenbach. Damit führen sie mit klarem Abstand die Zuschauertabelle der Regionalliga Südwest an. Die meisten Fans waren in dieser Saison beim Saisonauftakt gegen die Stuttgarter Kickers im Stadion. Damals verfolgten über 11.400 Fans die knappe 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger Stuttgarter Kickers.
Das meistbesuchte Spiel in der jüngeren Vergangenheit der Kickers Offenbach war die Erstrundenpartie im DFB-Pokal 2022/23 gegen Fortuna Düsseldorf. Damals verfolgten 16.620 Fans die 1:4-Niederlage des Regionalligisten gegen den Zweitligisten aus Düsseldorf. Den Besucherrekord hält bis heute die Partie gegen 1860 München im Jahr 1968, bei der 32.500 Zuschauer:innen ins Stadion am Bieberer Berg pilgerten.
Beim Hessenliga-Spiel ihrer U15-Auswahl am 14. September 2014 stellten die Fans von Kickers Offenbach den Weltrekord für das meistbesuchte Jugend-Fußballspiel der Welt auf. Offiziell gezählte 7.876 Zuschauer:innen kamen damals zur Partie der Offenbacher U15 gegen den SV Wehen Wiesbaden und überboten den vorherigen Weltrekord damit um über 1.000 Fans (alter Weltrekord: 6.557).
5.) FC Energie Cottbus
Nordost-Regionalligist FC Energie Cottbus ist seit dem Ende der 1960er Jahre im Stadion der Freundschaft am Cottbuser Stadtrand heimisch. Das Stadion wurde zuletzt zum Beginn der Saison 2008/2009 umgebaut und bietet seitdem Platz für 22.528 Zuschauer:innen. Damit ist es – neben dem Stadion von Hansa Rostock II, die regelmäßig das Stadion ihrer 1. Herrenmannschaft nutzen – das größte Stadion der viertklassigen Regionalliga Nordost.
In der aktuellen Saison kommen pro Spiel im Schnitt 6.400 Zuschauer:innen ins Stadion, womit der FC Energie Cottbus das zuschauerstärkste Team der Regionalliga Nordost ist und den zweithöchsten Zuschauerschnitt aller Regionalligisten vorweisen kann. Nur Alemannia Aachen hat mit durchschnittlich knapp 17.000 Zuschauenden im Schnitt mehr Fans bei Heimspielen.
Das meistbesuchte Spiel der jüngeren Vergangenheit war die Erstrundenpartie der Saison 2019/20 gegen den FC Bayern München als 20.602 Zuschauer:innen im ausverkauften Stadion der Freundschaft eine 1-3 Niederlage des Regionalligisten gegen den deutschen Rekordmeister verfolgten.
Im Stadion der Freundschaft wurde im August 1989 der erste und einzige Supercup der DDR ausgetragen. Damals traf der Pokalsieger BFC Dynamo vor über 22.000 Zuschauenden auf DDR-Meister Dynamo Dresden und sicherte sich mit einem 4:1-Sieg den Titel.
6.) SpVgg. Bayreuth
Seit 1974 trägt die SpVgg. Bayreuth ihre Heimspiele im Hans Walter Wild-Stadion aus. Das Stadion hat rund 21.500 Plätze, davon 3.500 Sitz- und 18.000 Stehplätze. Um den Rasenplatz herum befindet sich eine Tartanbahn, sodass das Stadion auch für Leichtathletikevents genutzt werden kann.
Im Schnitt kommen in dieser Saison rund 2.280 Fans zu den Heimspielen der SpVgg. Bayreuth in der Regionalliga Bayern. Damit hat das Team, das im vergangenen Jahr aus der 3.Liga in die Regionalliga Bayern abgestiegen war, den zweitbesten Zuschauerschnitt der Liga. Die meisten Fans kamen in dieser Saison zum Spiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München ins Stadion. Dort waren rund 3.950 Fans im Hans Walter Wild-Stadion.
Das meistbesuchte Spiel der Vereinsgeschichte war die Aufstiegsrelegation zur Bundesliga im Jahr 1979 als man vor 22.500 Zuschauenden gegen Bayer 05 Uerdingen (heute: KFC Uerdingen) spielte. Auch wenn der Aufstieg in die Bundesliga knapp verpasst wurde, steht der Besucherrekord von damals noch heute.
Im Hans Walter Wild-Stadion waren Anfang der 90er unter anderem Peter Maffay, Bon Jovi, Pur und Michael Jackson zu Gast. 2013 traten zudem die Toten Hosen vor mehr als 26.000 Fans im Stadion auf.
7.) Wuppertaler SV
Der Ex-Bundesligist und UEFA-Pokal-Teilnehmer Wuppertaler SV spielt seit 1954 seine Heimspiele im Stadion am Zoo. Das Stadion, welches 1924 erstmalig eröffnet wurde, fasst heutzutage offiziell 28.300 Zuschauende. Aus Sicherheitsgründen hat es aktuell jedoch nur eine Kapazität von rund 23.000 Plätzen, wovon rund ein Viertel Sitzplätze sind.
Mit durchschnittlich etwa 3.240 Fans pro Spiel hat der Wuppertaler SV in dieser Saison den drittbesten Zuschauerschnitt der Regionalliga West hinter Rot Weiß Oberhausen (3.318 Fans) und Alemannia Aachen (15.710 Fans). Zu Bundesligazeiten Anfang der 70er-Jahre lockten die Wuppertaler im Schnitt teilweise sogar über 20.000 Zuschauende ins Stadion am Zoo.
Aus dieser Zeit stammt auch der offizielle Zuschauerrekord als im Jahr 1974 rund 38.000 Fans das Heimspiel des Wuppertaler SV gegen den FC Bayern in der Bundesliga verfolgten. Angeblich soll es jedoch auch Spiele gegeben haben, bei denen bis zu 50.000 Fans im Stadion am Zoo waren. Dafür wurden angeblich zusätzliche Bänke auf der Aschebahn aufgebaut worden sein, die damals noch den Rasenplatz umgab.
Der Zuschauerrekord in der Vereinsgeschichte des Wuppertaler SV wurde trotz der hohen Kapazität nicht im Stadion am Zoo, sondern in der Gelsenkirchener Veltins-Arena aufgestellt. Dort spielte man in der Saison 2007/08 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC Bayern München, da das heimische Stadion am Zoo wegen Umbauarbeiten nicht genutzt werden konnte. Bei der 2:5-Niederlage der Wuppertaler gegen den Rekordmeister war die Veltins-Arena mit 61.482 Zuschauenden ausverkauft, womit der alte Rekord um über 23.000 Fans überboten.
8.) SC Westfalia Herne
Obwohl der SC Westfalia Herne in der aktuellen Saison nur in der siebthöchsten deutschen Spielklasse aktiv ist, kann ihr Heimstadion hinsichtlich der Kapazität mit einigen Bundesligisten mithalten. Das Stadion am Schloss, in dem sie ihre Heimspiele austragen, bietet Platz für rund 32.000 Zuschauende und damit mehr als die Stadien von Bundesliga-Teams wie dem FC Augsburg, Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg oder TSG Hoffenheim.
Die Zuschauerzahlen des SC Westfalia Herne können mit der großen Kapazität ihres Heimstadions jedoch nicht mithalten: In der vergangenen Saison kamen in der Westfalenliga 2 durchschnittlich nur 172 Fans zu den Heimspielen ins Stadion am Schloss. Für diese Saison liegen noch keine Zuschauerzahlen vor, angesichts der Tatsache, dass Herne mit der Landesliga Westfalen nun noch eine Klasse tiefer spielt, kann man jedoch davon ausgehen, dass sich der Zuschauerschnitt nicht verbessert haben dürfte.
Anders sah das Ende der 50er-Jahre aus, als Westfalia Herne noch in der erstklassigen Oberliga spielte. Damals besuchten regelmäßig über 10.000 Fans die Heimspiele im Stadion am Schloss. Beim Spiel gegen Borussia Dortmund kamen 1959 sogar über 30.000 Zuschauende zusammen, was bis heute der Besucherrekord des Vereins ist.
In ähnliche Sphären drang man in jüngerer Vergangenheit nur in der Saison 2006/07 vor als Westfalia Herne das bislang einzige Mal in diesem Jahrtausend im DFB-Pokal aktiv war. Damals kamen zum Spiel gegen den damaligen Zweitligisten Erzgebirge Aue rund 10.500 Fans ins Stadion. Westfalia Herne – die damals noch in der Oberliga spielten – verlor knapp mit 1:2.
Seit den letzten Umbaumaßnahmen im Jahr 2018 wird im Stadion am Schloss in Herne auf Kunstrasen gespielt.
9.) TSV Alemannia Aachen
Der TSV Alemannia Aachen ist wohl der Inbegriff eines Vereins, der auch abseits der Profiligen noch für Atmosphäre auf Bundesliga-Niveau sorgen kann. Daran hat nicht zuletzt auch das beeindruckende Heimstadion der Aachener einen großen Anteil: Der Tivoli in Aachen, in dem das Team seine Heimspiele austrägt, zählt mit einer Kapazität von fast 33.000 Plätzen zu den 20 größten Fußballstadien in Deutschland. Da das Stadion im Jahr 2009 neu gebaut wurde, zählt es zudem zu einem der modernsten deutschen Stadien dieser Größe.
Obwohl die Aachener mittlerweile seit über 10 Jahren nur noch in der viertklassigen Regionalliga West spielen, locken sie zu ihren Heimspielen nach wie vor regelmäßig über 10.000 Zuschauende an. In dieser Saison haben sie zum aktuellen Stand durchschnittlich 16.969 Zuschauer:innen bei ihren Heimspielen und sind damit mit riesigem Abstand das Regionalliga-Team mit dem besten Zuschauerschnitt – nicht nur in der Regionalliga West, sondern über alle Regionalligen hinweg. Die beiden Regionalliga-Teams mit den nächstmeisten Zuschauenden sind zum Vergleich Energie Cottbus (6.405) und Rot-Weiß Erfurt (5.843) mit über 10.000 Fans weniger pro Spiel.
Passend dazu hält Alemannia Aachen seit 2015 auch den Rekord für das bestbesuchteste Spiel einer Regionalliga: Damals waren beim Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen 30.313 Fans im Tivoli vor Ort. Auch in dieser Saison war man von solchen Zahlen nicht weit entfernt. Zum Saisonauftakt gegen den Wuppertaler SV kamen über 27.300 Fans ins Stadion, um für eine bundesligareife Atmosphäre zu sorgen.
2010 war die Deutsche Nationalmannschaft zu einem Länderspiel gegen Malta in Aachen zu Gast. Den 3:0-Sieg in der Vorbereitung auf die WM 2010 in Südafrika verfolgten 27.000 Fans im ausverkauften Tivoli.
10.) KFC Uerdingen
Der KFC Uerdingen aus dem gleichnamigen Krefelder Stadtteil spielt seit 1971 seine Heimspiele im Grotenburg-Stadion, welches mit einer beeindruckenden Kapazität von 34.500 Plätzen das größte deutsche Stadion außerhalb der Profi-Ligen ist. Das Stadion hat fast 10.000 Sitzplätze, sowie über 24.000 Stehplätze. Da das Stadion aktuell umgebaut wird, waren zuletzt jedoch nur 2.500 Zuschauer:innen erlaubt.
Nachdem Uerdingen in den vergangenen Jahren aus der 3.Liga in die fünftklassige Oberliga Niederrhein abgerutscht ist, hat sich der Zuschauerschnitt im Vergleich zur ersten Drittliga-Saison 2018/19 mehr als halbiert. Mit durchschnittlich 1.867 Fans pro Spiel sind die Uerdinger dennoch das Team mit den mit Abstand meisten Fans der Liga und hatten diese Saison – wenn auch nur aufgrund der durch die Baumaßnahmen deutlich verringerten Kapazität - bereits eine Partie vor ausverkauftem Haus.
Das letzte Spiel bei dem tatsächlich alle 34.500 Plätze im Grotenburg-Stadion ausverkauft waren ist hingegen fast 30 Jahre her: Damals spielte Uerdingen noch unter dem Namen “Bayer 05 Uerdingen” in der Bundesliga und traf zuhause auf den FC Bayern München. Vor vollen Rängen spielte man damals gegen den deutschen Rekordmeister nach einer turbulenten Schlussphase 1:1. Auch wenn man in Uerdingen von solchen Szenen mittlerweile weit entfernt ist, konnte man in dieser Saison beim Niederrheinpokal-Kracher gegen Rot-Weiß Erfurt am 6. März immerhin beeindruckende 8.305 Zuschauer:innen im Grotenburg-Stadion begrüßen.
Die wohl legendärste Partie im Grotenburg-Stadion war wohl das Rückspiel des KFC Uerdingen (damals noch unter dem Namen Bayer 05 Uerdingen) im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden im Jahr 1986. Damals lag man nach einer 0:2-Hinspiel-Niederlage im Rückspiel zur Halbzeit mit 1-3 hinten und musste somit in der zweiten Hälfte einen Rückstand von 4 Toren aufholen.
Was zur Halbzeit noch unmöglich erschien, gelang den Uerdingern tatsächlich und sie drehten die Partie im zweiten Spielabschnitt noch zum 7-3-Endstand und zogen somit ins Europapokal-Halbfinale ein. Dieses Spiel wurde im Anschluss als “das Wunder von der Grotenburg” bekannt.
Weitere Amateurvereine mit großen Stadien
Neben den 10 Vereinen in dieser Liste, gibt es noch einige weitere Amateurvereine, die in teils riesigen Stadien spielen. Hier ist eine kleine Auswahl weiterer Vereine, die über 20.000 Fans in ihren Stadien beherbergen könnten.
- SV Zweckel (Bezirksliga Westfalen 09) - Stadion Gladbeck (37.600 Plätze)
- FC Arminia Ludwigshafen (Oberliga RLP/Saarland) - Südweststadion (41.400 Plätze)
- SG Eintracht Gelsenkirchen (Kreisliga A) - Südstadion am Haidekamp (21.680 Plätze)
- SG Motor Gohlis Nord (Stadtliga Leipzig) - Stadion des Friedens (20.500 Plätze)
- Borussia Neunkirchen (Saarlandliga) - Ellenfeldstadion (21.600 Plätze)