Mit VEREINten Kräften: So gelingt der STEKA-Cup
Schleidweiler ist ein Ortsteil von Zemmer, liegt in der Südeifel und hat 622 Einwohner. Dennoch gibt sich hier Jahr für Jahr das Who is Who des Frauenfußballs die Ehre; von Bayern München über Inter Mailand bis hin zum VfL Wolfsburg waren sie alle schon da.
Auch dieses Jahr bot der von der SG Fidei ausgerichtete STEKA-Cup tollen Sport.
Wir waren selbst vor Ort, haben die Stimmung eingefangen und mit dem Trainer des Siegerteams aus Andernach, einer Bundestagsabgeordneten sowie dem Organisator gesprochen, um zu erfahren: Wie schafft der Verein das? Die Antworten liest und siehst du im Folgenden.
Die sportliche Perspektive
Florian Stein freute sich nach dem Sieg “seiner” SG 99 Andernach über eine “gelungene Mannschaftsleistung”. Sein Team sei “in allen Spielen die spielstärkste Mannschaft” gewesen und habe unter dem Strich verdient gewonnen. Das sei für sein Team wichtig, “weil auch ein Zweitligist da war, den wir dann im Halbfinale schlagen konnten”, freute er sich über den Sieg gegen den VfL Wolfsburg, der dem Finaleinzug vorausging. Im letzten Spiel des Tages ließ Andernach dem VfL Bochum dann keine Chance und gewann 3:0.
Bei dem Turnier könne seine Mannschaft kurz vor dem Saisonstart Schwung holen. Andernach käme aber auch aus anderen Gründen gerne, so Stein:
Die zivilgesellschaftliche Perspektive
Bundestagsabgeordnete Verena Hubertz vertrat die Schirmherrin des STEKA-Cups, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für Hubertz war es ein besonderer Termin, denn “wir haben nicht oft Frauenfußball hier in der Mitte des Wahlkreises, sodass Mannschaften kommen von Bochum, Wolfsburg, aber auch hier aus der Region, Andernach”.
Es mache sie als Abgeordnete stolz, dass die Mannschaften sagten, “so toll, so gut organisiert wie hier der STEKA-Cup, erleben sie wirklich sonst nicht”. Woran das liegen könnte? Da hat Hubertz eine Theorie:
Die Veranstalterperspektive
Diese These bestätigt Rainer Steffen von der SG Fidei, Organisationsleiter des STEKA-Cups: Rund acht Monate Vorbereitung steckten in dem Turnier und bis zu 80 Helfer:innen machten es möglich.
Steffen weiß, wovon er spricht, denn er war es, der als Jugendtrainer bei der SG Fidei tätig war und ein Testspiel “seiner” U15-Juniorinnen gegen den Nachwuchs des 1. FC Köln organisierte. Irgendwie schaffte er es, den FC dazu zu bringen, für ein Rückspiel nach Schleidweiler zu kommen. Hier könnte die Geschichte enden und alle würden sagen: Schön war’s. Aber Steffen gab nicht auf und organisierte 2011 ein Turnier, bei dem neben den Kölnern weitere namhafte Teams antraten – der STEKA-Cup war geboren und entwickelte sich zu einem Event, das heute mit Frauenmannschaften ausgetragen ist.
Dass Steffen nicht “nur” bei der SG Fidei engagiert, sondern auch Geschäftsführer der Maschinenbaufirma STEKA ist, erleichtert die Sponsorensuche für das Turnier sicherlich. Doch neben dem namensgebenden Unternehmen engagieren sich viele weitere Partner – so manch ein Regionalligist wäre beim Blick auf die Logos auf den Banden, Ständen und Social Media Postings rund um den STEKA-Cup neidisch.
Im Gespräch mit uns bestätigt Steffen das Sponsoren-Engagement und sagt: