Andernach verliert nach großem Kampf gegen FC Bayern München
Über 4.300 Fans verfolgten am Wochenende das wohl größte Spiel der Andernacher Vereinsgeschichte: Denn die Frauen der SG 99 Andernach empfingen in der 2.Runde des DFB-Pokals niemand geringeres als die Deutschen Meisterinnen des FC Bayern München. Auch wenn das Team um Vize-Weltmeisterin Georgia Stanway am Ende eine Nummer zu groß für die “Bäckermädchen” war, verkaufte sich die SG Andernach auf und neben dem Platz sehr professionell.
Digitaler Vorverkauf, unkomplizierter Einlass
Denn obwohl der bisherige Zuschauerrekord der Damen der SG Andernach bei der Partie mehr als vervierfacht wurde, verlief sowohl der Vorverkauf der Tickets als auch der Einlass am Spieltag absolut reibungslos. Bereits im Vorfeld konnten sich die Fans ihre Tickets sichern - entweder analog an verschiedenen Vorverkaufsstellen oder aber online über den vereinseigenen Ticketshop der SG Andernach.
Vor Ort sorgten dann die Spielerinnen der zweiten und dritten Mannschaft der SG Andernach dafür, dass beim Einlass alles glatt lief: Sie scannten und entwerteten an den insgesamt 3 Eingängen des Stadions die Tickets der Zuschauenden. So gelangten die Fans in Sekundenschnelle und ohne unnötiges Anstehen ins Stadion.
Und auch die Herrenmannschaften der SG Andernach waren als Helfer im Einsatz und kümmerten sich an den Essens- und Getränkeständen um das leibliche Wohl der über 4.300 Zuschauenden. Insgesamt sorgten knapp 100 freiwillige Helfer:innen dafür, dass das Spiel des Lebens für die Zweitliga-Damen der SG Andernach bei perfekten Bedingungen über die Bühne gehen konnte.
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Neuzugang Harder krönt Pflichtspiel-Debüt mit Kopfball-Tor
Nachdem alle Fans ihre Plätze betreten hatten, rollte ab 14 Uhr bei spätsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein der Ball in Andernach. Und die Gastgeberinnen hatten sich von Beginn an viel vorgenommen: Nach knapp 90 Sekunden gehörte die erste Torannäherung dem Underdog aus Andernach: Die Flanke von Carolin Schraa auf Leonie Stöhr konnte Bayern-Keeperin Maria Luisa Grohs jedoch abfangen.
Im Anschluss wurden die Gäste stärker, ohne jedoch in der ersten Viertelstunde zu größeren Chancen zu kommen. Das änderte sich jedoch in der 19. Minute: Andernachs Torfrau Laura Van der Laan sprang bei einer Ecke der Bayern am Ball vorbei. So landete der Ball bei Bayern-Neuzugang Pernille Harder. Die Dänin, die im Sommer vom FC Chelsea zum Deutschen Meister gewechselt war, ließ sich diese Chance nicht nehmen und köpfte aus wenigen Metern ein.
Während die 30-jährige über ihr erstes Tor im ersten Pflichtspieleinsatz für ihren neuen Verein freuen konnte, war die Enttäuschung bei Andernachs Torhüterin groß. Sie sollte diesen Fehler im Laufe der Partie jedoch doppelt und dreifach wieder ausbügeln.
Nach dem Führungstreffer bestimmten die favorisierten Münchenerinnen das Spielgeschehen, konnten jedoch vor der Halbzeit das Ergebnis nicht mehr erhöhen. So ging es nach 45 Minuten mit dem unerwartet knappen Spielstand von 0:1 in die Pause.
Damjanovic entscheidet knappes Spiel
Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die FCB-Frauen den Druck und kamen nun immer wieder zu guten Chancen. Andernachs Torfrau Van der Laan – in der ersten Hälfte noch unglücklich beim 0:1 - parierte jedoch ein ums andere Mal und hielt das Spiel so bis zur 74. Minute offen.
Dann brachte Jovana Damnjanovic die Deutschen Meisterinnen jedoch per Kopf mit 0:2 in Führung. Die serbische Nationalspielerin stand bei der Hereingabe von Tura Hansen goldrichtig und nickte den Ball am kurzen Pfosten souverän ein.
Die Partie war im Anschluss weitestgehend entschieden, allerdings hatte Andernach fünf Minuten vor Schluss noch einmal die große Chance, um noch einmal auf 1:2 zu verkürzen: Nach einem langen Ball in die Spitze stand Vanessa Zilligen plötzlich frei vor dem gegnerischen Tor. Ihr Lupfer über Bayerns Torfrau Maria Luisa Grohs ging jedoch knapp am Tor vorbei.
Danach gab es keine größeren Chancen mehr, sodass die Partie beim Stand von 0:2 abgepfiffen wurde. Ein knapper Sieg, den sich die Frauen des FC Bayern München trotz spielerischer Überlegenheit hart gegen die Zweitligistinnen aus Andernach erkämpfen mussten. Die konnten trotz des Pokal-Aus absolut zufrieden mit ihrer Leistung sein und wurden von den Fans anschließend mit großem Beifall für ihre Leistung gefeiert.
Für die FCB-Frauen beginnt am kommenden Freitag auswärts gegen den SC Freiburg die neue Bundesliga-Saison. Gegen die Pokal-Finalistinnen aus der vergangenen Saison starten die Münchenerinnen dann in die Mission Titelverteidigung. Und auch die SG Andernach spielt am kommenden Wochenende in der Liga gegen einen ehemaligen Pokal-Finalisten: Am 4. Spieltag der 2.Bundesliga geht es für die Damen aus Andernach gegen die SC Sand.