Alles, was du über Billard wissen musst
Billard ist in Deutschland wohl nahezu jedem ein Begriff. Als Kneipen- und Freizeitsport hat sich insbesondere die Disziplin Pool hierzulande etabliert. Der Billardsport geht jedoch weit über sein Kneipenimage hinaus und beinhaltet eine Vielzahl an Disziplinen und Varianten. Hier erfährst du, welche Variationen des Sports es gibt, wie sich diese entwickelt haben und wie du selbst mit dem Billardsport beginnen kannst.
Die Geschichte des Billardsports
Die Geschichte des Billardspiels reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals wurde das Spiel noch im Freien auf dem Boden gespielt und wies große Ähnlichkeiten zu Croquet oder Golf auf. Im 15. Jahrhundert wurde der Sport dann vielerorts nach drinnen und auf einen Tisch verlagert. Die erste bekannte Aufzeichnung vom Spiel an einem Billardtisch stammt von König Ludwig XI aus dem Jahr 1469.
Von Beginn an wurde dabei der Tisch mit dem charakteristischen grünen Stoff – dem sogenannten Billardfilz – ausgekleidet. Warum dieser Stoff verwendet wurde, ist nicht bekannt, die grüne Farbe soll jedoch gewählt worden sein, da der Untergrund so nach Gras aussah. Im Laufe der Jahre wurden auch immer wieder vereinzelt andere Farben ausprobiert, bis heute konnte jedoch keine andere Farbe das traditionelle Grün verdrängen.
Zu Beginn wurden dabei zahlreiche Schikanen wie etwa Bögen, Tore, Löcher oder auch Kegel aufgebaut. Eine Zeichnung aus dem Jahr 1674 zeigt dabei auch, dass die Taschen schon damals an den gleichen Stellen am Rande des Feldes wie heute positioniert waren. Während Tore und Bögen heute keine Rolle beim Billard mehr spielen, haben sich die Löcher (Snooker, Pool, Pyramide) und die Kegel (Kegelbillard) bis heute in einigen Varianten des Billardsports gehalten.
Die geraden Queues, die heute verwendet werden, gab es damals in dieser Form noch nicht. Stattdessen wurde bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts mit gebogenen Schlägern gespielt. Bei diesen Schlägern wurde zudem lange nicht mit dem dünneren, sondern mit dem dickeren Ende gespielt. Mit diesem wurde die Kugel auch nicht wie heute gestoßen, sondern eher geschoben.
Gegen Ende des 18.Jahrhunderts wurden in Frankreich alle Hindernisse (auch die Taschen) von den Billard-Tischen entfernt, was die Geburtsstunde der Disziplin Karambolage darstellte. In England hingegen setzte sich das Lochbillard weiter durch und entwickelte sich zum sogenannten "English Billiards".
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Zu Beginn des 19.Jahrhunderts kam der Franzose François Mingaud auf die Idee die Spitze des Queues mit einem Stück Leder zu versehen. Dies ermöglichte gezieltere Stöße mit Effet und setzte sich dementsprechend schnell durch. Auch die Billardkreide, die für eine bessere Haftung des Queues sorgt, etablierte sich im Laufe dieses Jahrhunderts im Billardsport. Angesichts dieser Innovationen machte auch der Sport selbst in dieser Zeit große Fortschritte und wurde immer professioneller.
In dieser Zeit entiwckelten sich auch die ersten größeren Turniere und mit der ersten Profi-Weltmeisterschaft in der Disziplin Karambolage (bzw. der Karambolage-Variante "Freie Partie") in New York City hatte sich Billard endgültig auch als leistungsorientierter Wettkampfsport etabliert. Bis zum ersten Billard-Großereignis in Europa dauert es bis zum Jahr 1903. Bereits wenig später lagen die meisten internationalen Turniere angesichts der beiden Weltkriege jedoch vorerst auf Eis.
Mitte des 20.Jahrhunderts sorgten die Filme "Haie der Großstadt" und "Die Farbe des Geldes" für eine Art Poolbillard-Hype, welcher sich weit über die Grenzen der USA hinaus erstreckte. Auch in Deutschland verbreitete sich Poolbillard in dieser Zeit - insbesondere im Freizeitbereich - wie ein Lauffeuer. Die traditionalistischen Billardspieler:innen, die seit jeher die französische Variante Karambolage gespielt hatten, wehrten sich zwar gegen diese Entwicklung, konnten diese jedoch nicht aufhalten.
Neben dem Poolbillard erlebte auch die Disziplin Snooker in dieser Zeit einen kometenhaften Aufstieg. Der Grund hierfür war jedoch eher zufällig: Angesichts der Entwicklung des Farbfernsehens suchte der britische TV-Sender BBC nach einer Sportart, die die Vorteile des Farbfernsehens hervorheben könnte: Snooker mit seinen bunten Kugeln kam hierfür gerade Recht. Dadurch entwickelte sich Snooker zu einer TV-Sportart und ist noch heute die Billard-Variante, die am meisten im Fernsehen gezeigt wird.
Die Billard-Disziplinen im Überblick
Der Billardsport hat eine große Bandbreite an Disziplinen und Varianten vorzuweisen. Die Wichtigsten davon stellen wir dir in diesem Abschnitt vor.
Karambolage
Billard-Variante, die üblicherweise mit nur drei Kugeln und ohne Taschen gespielt wird. Die Kugeln sind normalerweise rot, weiß und gelb und werden oftmals “Bälle” genannt. Jede:r Spieler:in hat dabei einen eigenen Spielball (rot oder weiß). Diesen muss die spielende Person so stoßen, dass er die beiden anderen Bälle “karamboliert”, also berührt. Für jedes Mal, wo ihr dies gelingt, erhält sie einen Punkt und darf im Anschluss erneut stoßen. Sobald die Person nur einen oder keinen der beiden anderen Bälle berührt, ist die gegnerische Person an der Reihe.
Gespielt wird bis eine:r der Spieler:innen eine zuvor festgelegte Punktzahl erreicht. Alternativ kann auch bis zu einer sogenannten “Höchstaufnahmezahl” gespielt werden. Dies wird üblicherweise bei schwächeren Spieler:innen gemacht, um sicherzugehen, dass das Spiel sich nicht zu sehr in die Länge zieht, falls beide Spieler:innen nur selten Punkte erzielen.
Pool
Poolbillard ist wohl die Variante des Billards, die die meisten Hobbyspieler:innen schon einmal gespielt haben. Ziel des Spiels ist es die einzelnen Objektbälle nach bestimmten Regeln in die sechs Taschen zu spielen, die sich am Rand des Feldes befinden. Vier dieser Taschen befinden sich in den einzelnen Ecken des Feldes.
Zudem gibt es zwei weitere Taschen auf der Hälfte der längeren Seite. Dabei darf nur der weiße Spielball mit dem Queue gespielt werden. Die Spieler:innen haben abwechselnd je eine Aufnahme, welche so lange dauert, bis der/die jeweilige Spieler:in in einem Stoß keine Kugel dem Regelwerk entsprechend einlochen konnte. Das Spielziel und die genauen Regeln variieren je nach gespielter Variante.
Snooker
Beim Snooker wird auf einem großen rechteckigen Snookertisch gespielt, welcher – wie beim Poolbillard – insgesamt sechs Taschen an den Rändern hat. Vier dieser Taschen befinden sich an den einzelnen Ecken und zwei weitere Taschen an der Mitte der beiden längeren Seiten. Mit einer Länge von 3,56m und einer Breite von 1,78m ist der Tisch hier knapp anderthalb Mal so groß wie ein normaler Poolbillardtisch.
Auf dem Tisch liegen zu Beginn 21 Objektbälle und der weiße Spielball. Wie beim Poolbillard darf nur der weiße Spielball mit dem Queue gestoßen werden. 15 der 21 Objektbälle sind rot. Die übrigen 6 Objektbälle haben allesamt unterschiedliche Farben (Gelb, Grün, Braun, Blau, Pink und Schwarz). Durch die Farbe des Balls wird die Punktzahl festgelegt, die ein:e Spieler:in für das Einlochen dieses Balls erhält. Die Punkteverteilung bei den Objektbällen ist wie folgt:
- Rot = 1 Punkt
- Gelb = 2 Punkte
- Grün = 3 Punkte
- Braun = 4 Punkte
- Blau = 5 Punkte
- Pink = 6 Punkte
- Schwarz = 7 Punkte
Während die roten Bälle das Spielfeld verlassen, nachdem sie eingelocht wurden, werden die andersfarbigen Bälle wieder auf ihren Ausgangspunkt zurückgelegt, nachdem sie versenkt wurden. Es muss abwechselnd eine rote und eine andersfarbige Kugel eingelocht werden. Sobald alle roten Kugeln versenkt wurden, darf einmalig eine farbige Kugel nach Wahl versenkt werden.
Anschließend müssen die farbigen Bälle nach aufsteigender Punktzahl eingelocht werden. Insgesamt können in einer Partie dementsprechend maximal 147 Punkte erzielt werden. Es gewinnt daher die Person, die als erstes 74 Punkte erzielt.
Einen detaillierteren Einblick über die Snooker-Regeln, erhältst du hier.
Wenn du wissen möchtest, wie eine Snooker-Partie aussieht, kannst du dir hier das Finale der UK Championship von 2014 zwischen Ronnie O'Sullivan und Judd Trump anschauen:
Russisches Billard/Pyramide
Wie der Name schon sagt, wird diese Billard-Variante vor allem in Russland und den übrigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion gespielt wird. Hierzulande ist die Variante hingegen weniger verbreitet. Gespielt wird auf einem Tisch, der hinsichtlich seiner Maße mit einem Snooker-Tisch vergleichbar ist. Im Vergleich zu einem Snooker-Tisch sind die Taschen jedoch wesentlich kleiner, sodass es wesentlich schwieriger ist die Kugeln zu versenken.
Insgesamt wird mit 15 Objektbällen und einer Spielkugel gespielt. Die Objektkugeln sind allesamt weiß, sind jedoch von 1 bis 15 durchnummeriert. Gespielt wird, bis die erste Person 8 Bälle versenkt hat. Es muss dabei nicht angesagt werden, welche Kugel versenkt werden soll oder in welche Tasche gespielt werden soll.
Hier erfährst du mehr über russisches Billard.
Varianten der einzelnen Billard-Disziplinen
Viele der einzelnen Billard-Disziplinen haben verschiedene Spielvarianten, nach denen gespielt werden kann. Diese folgen dem Grundprinzip der eigentlichen Disziplin, unterscheiden sich jedoch beispielsweise durch besondere Regeln. Hier stellen wir dir einige dieser Variationen vor:
Varianten der Disziplin Karambolage
Freie Partie: Sozusagen die Grundform der Disziplin Karambolage. Hier gelten die oben genannten Regeln nahezu ohne Einschränkungen. Lediglich in den Eckbereichen des Feldes gilt die Sonderregel, dass nach zwei Stößen mindestens einer der beiden Objektbälle den Eckbereich verlassen haben muss.
Cadre: Bei dieser Variante ist der Tisch in insgesamt 9 (Großcadre) bzw. 6 Felder (Kleincadre) eingeteilt. An den Enden der Begrenzungslinien werden zudem sogenannte kleine Anker eingezeichnet. In diesen Ankern gelten besondere Regeln: Kommt es in diesem Bereich zu einem Kontakt zwischen dem Spielball und einem der anderen beiden Bälle, kann die spielende Person sich die Bälle entweder neu aufstellen lassen oder aus dieser Position weiterspielen.
Es gibt verschiedene Cadre-Disziplinen, deren Name sich aus dem Abstand zwischen den einzelnen Linien und der Anzahl an erlaubten Punkten pro Feld ergibt. Bei Cadre 45/1 sind die Linien beispielsweise 45 cm weit auseinander und es darf pro Feld ein Punkt erzielt werden. Hier siehst du alle Cadre-Disziplinen im Überblick:
- Cadre 45/1
- Cadre 45/2
- Cadre 47/1
- Cadre 47/2
- Cadre 71/2
Einband: Bei dieser Variante muss der eigene Spielball mindestens eine Bande berühren, bevor der zweite der beiden anderen Bälle getroffen wird. Ob der Ball dabei an die Bande geht, bevor der erste Ball getroffen wurde oder zwischen dem ersten und zweiten Ball, spielt keine Rolle.
Dreiband: Das Prinzip ist hier wie beim Einband, nur dass hier insgesamt dreimal die Bande berührt werden muss, bevor der zweite der beiden anderen Bälle getroffen wird.
Fünfkampf: Hier werden nacheinander eine freie Partie, 2 Cadre-Varianten, Einband und Dreiband gespielt.
Billard Artistique: Prinzipiell mit der Freien Partie vergleichbar, allerdings müssen bei dieser Variante bestimmte Figurvorgaben (also Positionen, in denen die einzelnen Bälle liegen) gelöst werden. Je schwieriger die gelöste Figur ist, desto mehr Punkte können die Spieler:innen erhalten. Pro Figur hat man maximal 3 Versuche.
5-Kegel-Billard: Bei dieser Variante von Karambolage werden 5 kleine Kegel in der Tischmitte platziert. Gestoßen wird grundsätzlich abwechselnd, egal ob zuvor ein Punkt erzielt wurde oder nicht. Dadurch können die Spieler:innen auch in dem Sinne taktisch spielen, dass sie probieren den Ball so zu spielen, dass sie die andere Person bei ihrem Stoß vor eine besonders große Herausforderung stellen.
Beide Spieler:innen haben je einen eigenen Spielball, mit welchem sie zuerst den Ball der gegnerischen Person treffen müssen, um Punkte erzielen zu können. Punkte gibt es entweder durch Karambolagen (also wenn bestimmte Kugeln getroffen werden) oder für Kegelwürfe (also wenn Kegel umgeworfen werden). Diese werden wie folgt abgestuft:
- 10 Punkte: Wenn nur der rote Kegel fällt
- 4 Punkte: Wenn der rote Kegel mit einem anderen Kegel umfällt
- 4 Punkte: Wenn der Spielball den roten Ball trifft, nachdem er mit dem gegnerischen Ball in Kontakt kam
- 3 Punkte: Wenn der Spielball des Gegners so getroffen wird, dass er den roten Ball trifft
- 2 Punkte: Für jeden weißen Kegel, der umfällt
Umgekehrt kann es bei einem Stoß in bestimmten Fällen auch zu “Foulpunkten” kommen, die vom Punktekonto der jeweiligen Person abgezogen werden, wenn kein regelkonformer Stoß ausgeführt wurde, also der Spielball nicht zuerst den gegnerischen Ball trifft. Hierfür gibt es nicht nur zwei Foulpunkte, sondern es werden zusätzlich alle Punkte, die in dem Stoß erzielt wurden, ebenfalls als Foulpunkte gewertet.
Varianten der Disziplin Pool
3-Ball: Wie der Name vermuten lässt wird hier nur mit 3 Objektbällen (plus der weißen Spielkugel) gespielt. Ziel ist es, die Objektbälle mit möglichst wenig Stößen einzulochen. Es gewinnt die Person, die in einer Spielrunde die wenigsten Stöße benötigt.
8-Ball: Diese Variante kennen wohl die meisten aus dem Freizeitbereich. Beim 8-Ball muss ein:e Spieler:in versuchen die Kugeln mit den Nummern von 1 bis 7 (“die Vollen”) zu versenken, während die andere Person versucht die Kugeln mit den Nummern 9 bis 15 (“die Halben”) einzulochen. Auch hier muss üblicherweise angesagt werden, welche Kugel in welches Loch gespielt werden soll. Sobald ein:e Spieler:in seine bzw. ihre Kugeln eingelocht hat, darf diese Person die schwarze Acht versenken. Gelingt dies, hat diese Person das Spiel gewonnen.
9-Ball: Beim 9-Ball wird – wie der Name schon sagt – nur mit neun Kugeln gespielt. Bei dieser Variante müssen die nummerierten Kugeln von eins bis neun nacheinander in aufsteigender Größe eingelocht werden. Anders als beim 8-Ball muss nicht angesagt werden, welche Kugel in welches Loch gespielt wird. Die Person, die zuerst die Kugel mit der Nummer neun korrekt versenkt (nachdem alle anderen Kugeln versenkt wurden) gewinnt die Partie. Alternativ kann eine Partie auch gewonnen werden, indem man den gegnerischen Spieler bzw. die gegnerische Spielerin zu drei Fouls in Folge zwingt.
10-Ball: Analog zum 9-Ball werden in dieser Variante nummerierte Kugeln von eins bis zehn in aufsteigender Reihenfolge versenkt. Es gewinnt die Person, die zuerst die Kugel mit der Nummer zehn korrekt versenkt (nachdem alle anderen Kugeln versenkt wurden). Anders als beim 9-Ball muss hier jedoch angesagt werden, welche Kugel in welches Loch gespielt wird.
14 und 1 endlos: Bei dieser Variante wird mit 15 Objektbällen (plus der weißen Spielkugel) gespielt. Dabei wird so lange gespielt bis eine zuvor festgelegte Punktzahl erreicht wurde. Für jeden versenkten Objektball erhält man einen Punkt, für ein Foul (z.B. wenn die weiße Kugel versenkt wird) verliert man hingegen einen Punkt. Sobald nur noch ein Objektball übrig ist, wird das Rack (Dreiecksformation, in der die Billardkugeln zu Spielbeginn liegen) wieder aufgebaut und es wird weitergespielt.
15-Ball: In dieser Variante des Pool-Billards wird mit 15 Objektbällen (plus der weißen Spielkugel) gespielt, die von 1 bis 15 durchnummeriert sind. Für jede versenkte Kugel erhält man die Punktzahl, die auf der entsprechenden Kugel steht. Gespielt wird, bis die erste Person 61 Punkte hat.
Artistic Pool: Besondere Pool-Variante, bei der- ähnlich wie beim Billard Artistique - besonders herausfordernde bis hin zu nahezu unmögliche Kunststöße versucht werden. Je nach Schwierigkeit, gibt es für die einzelnen Stöße zwischen 6 und 10 Punkte.
Bank Pool: Passend zum Namen (Bank = Bande) müssen die Bälle bei dieser Variante “über Bande” ins Loch gespielt werden.
Blackball: Vergleichbar mit 8-Ball, jedoch wird hier mit farbigen Kugeln ohne Nummern gespielt. Es gibt sieben gelbe, sieben rote und eine schwarze Kugel. Wie beim 8-Ball müssen die Spieler:innen erst die Kugeln ihrer Farbe und anschließend die schwarze Kugel einlochen. Die Person, der dies als Erstes gelingt, gewinnt das Spiel.
Cribbage Pool: Cribbage Pool: Hier müssen die Bälle so eingelocht werden, dass Ballpaare versenkt werden, die in der Summe 15 ergeben. Beispielsweise, indem die 1 und die 14 versenkt werden. Die Person oder die Mannschaft, die die meisten solcher Ballpaare (“Cribbages”) versenkt, gewinnt.
Fachbegriffe beim Billard
Ansagespiel: Bei einigen Spielformen im Poolbillard müssen vor dem Stoß sowohl der Ball, der versenkt werden soll, als auch die Tasche in die dieser gespielt werden soll, angesagt werden. Erfüllt die spielende Person diese Ansage bleibt setzt sie ihre Aufnahme fort. Sollte sie eine andere Kugel versenken oder in eine andere Tasche spielen, zählt dieser Stoß zwar, die Aufnahme wechselt jedoch.
Aufnahme: Als Aufnahme bezeichnet man den Spielabschnitt, in dem ein:e Spieler:in ununterbrochen am Tisch steht, ohne dass die gegnerische Person einen Stoß ausführt.
Jump-Shot: Als "Jump-Shot" wird ein Stoß bezeichnet, bei dem der Spielball zum Springen gebracht wird. Ein solcher Stoß ist jedoch nur dann erlaubt, wenn die Kugel in ihrer oberen Hälfte getroffen und sozusagen in den Boden hineingestoßen wird. Ein Springen der Kugel, indem die Kugel sozusagen durch den Queue von unten "hochgeschaufelt" wird, ist hingegen generell verboten.
Im Snooker sind Jump-Shots grundsätzlich verboten und werden als Foul gewertet.
Karambolage: Als Karambolage wird zum einen die Disziplin "Karambolage" bezeichnet, aber auch das regelgerechte Zusammenprallen von zwei Bällen innerhalb dieser Disziplin.
Pomeranze: Das Leder an der Spitze des Queues wird auch Pomeranze genannt. Es wird oftmals mit Kreide eingerieben, um eine bessere Haftung zu bewirken. Dank der Pomeranze können Stöße auch mit Effet ausgeführt werden. Die Größe und Form der Pomeranze unterscheidet sich zwischen den Billardvarianten je nach benötigten Fähigkeiten. (kleinere Pomeranze ermöglicht präzisere Stöße, größere Pomeranze hingegen höhere Schlagkraft).
Queue: Der Queue ist der längliche gerade Stock, mit dem beim Billard die Kugeln gestoßen werden. Er besteht aus Holz und wird nach vorne hin immer dünner. Er besteht aus einem breiteren Unterteil, an welchem der Queue gegriffen wird und einem schmaleren Oberteil, an dessen Spitze sich die sogenannte Pomeranze befindet. Ober- und Unterteil sind durch den sogenannten "Joint" miteinander verbunden.
Wichtige Fragen für Billard-Einsteiger:innen
Wir waren am Ende der vergangenen Verbandsliga-Saison bei der Partie zwischen der BIG Trier und dem VfB Neuwied II zu Gast und haben dort mit Jannik Schmitt & MIchael Cön der BIG Trier unter anderem über den Billardsport generell und ihre Tipps für Einsteiger gesprochen. Im Video-Interview beantworten die beiden unter anderem die folgenden Fragen:
- Was ist das Besondere am Billard?
- Wozu wird die Kreide beim Billard verwendet?
- Wie viel kostet es Billard im Verein zu spielen?
- Wie hält man den Queue richtig?"
- Wie zielt man am Besten beim Billard?
- Wie fängt man am Besten mit dem Billard-Sport an?
- Welche Wettbewerbe und Ligen gibt es?