Allgemeine Geschäftsbedingungen der Total Fansports GmbH für die Nutzung des Moduls „Payments“ auf der Plattform Vereinsticket

Die Total Fansports GmbH mit Sitz in der Graf-Siegfried-Str. 6, D54439 Saarburg, Gf. Gregor Demmer, HR-Nummer HRB 45230 (nachfolgend „Betreiberin“) betreibt die Plattform „Vereinsticket“ und damit in Verbindung stehende Apps „VT Fansports“ und „VT Verein“ (nachfolgend „Plattform“ oder „Vereinsticket“). Die Betreiberin bietet Vereinen und anderen Organisationen (nachfolgend „Nutzer“) über diese Plattform unter anderem die Möglichkeit an, das Modul „Payments“ freizuschalten.

Das Modul „Payments“ ermöglicht es Nutzern der Plattform, Zahlungen mittels Online-Zahlungsmethoden wie bspw. Kreditkarten (Master & VISA) entgegenzunehmen. Das Modul ergänzt dabei andere auf der Plattform zur Verfügung stehende Module, wie bspw. das Modul „Ticketing“. Für eine erfolgreiche Freischaltung des Moduls ist es zwingend notwendig, dass der Nutzer diesen Bedingungen zustimmt.

Diese Bedingungen sind ergänzend und nicht ersetzend zu allen bereits für die Plattform geltenden und akzeptierten Bedingungen.


  • 1. Geltungsbereich

    Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln die Freischaltung und Nutzung des Moduls „Payments“ auf der Plattform durch den Nutzer.
  • 2. Stripe, Inc. als Payment Partner, Nutzung von Stripe Connect

    • 2.1. Um Zahlungstransaktionen auf der Plattform abzuwickeln, hat die Betreiberin einen Vertrag mit dem Zahlungsdienstleister Stripe, Inc. (510 Townsend Street, San Francisco, CA 94103, USA, www.stripe.com, , nachfolgend „Stripe“) abgeschlossen. Stripe, Inc. ist eine nach dem Recht des Staates Delaware gegründete Gesellschaft. Registernummer: 4675506, Secretary of State, State of Delaware, vertreten durch Patrick Collison (Chief Executive Officer).
    • 2.2. Um Nutzer unserer Plattform schnell und einfach in die Lage zu versetzen, online Zahlungen entgegenzunehmen, nutzen wir die Marktplatzlösung „Stripe Connect“ von Stripe, Inc. Bei der Freischaltung des Moduls „Payments“ wird ein Onboarding Prozess mit dem Nutzer durchgeführt, bei dem ein mit Stripe Connect verbundenes Konto für den Nutzer erstellt wird, über den zukünftig sämtliche Zahlungsaktivitäten auf der Plattform abgewickelt werden können.
  • 3. Informationen zu mit Stripe Connect verbundenen Konten: Erstellung, Übermittlung von Daten, Vorbehalt der Ablehnung, Plattformleistungen, Aktivitäten, Zahlungsmethoden

    • 3.1. Die erfolgreiche Erstellung eines mit Stripe Connect verbundenen Kontos ist Voraussetzung für die Nutzung des Moduls „Payments“ und den damit verbundenen Möglichkeiten auf der Plattform. Die Erstellung eines individuellen Stripe-Accounts wird über die Plattform durch den Nutzer selbst durchgeführt. Die Betreiberin fragt für diesen Zwecke notwendige Daten (Name, Rechtsform, Gründungsjahr, Registernummer, Vorsitz, verantwortliche Personen, Adresse Kontoverbindung) beim Nutzer ab und übermittelt sie an Stripe. Der Nutzer wird während des Erstellungsprozesses zum Stripe-Portal weitergeleitet, um dort weitere notwendige Schritte zur Erstellung eines mit Stripe Connect verbundenen Kontos durchzuführen. Im Rahmen dessen kann es auch zur Aufforderung der Einreichung von Ausweis- sowie Registerdokumenten kommen. Zum Onboarding gehört auch die bestätigte Kenntnisnahme von folgenden Vereinbarungen:
    • 3.2. Teil des Erstellung-Prozesses ist eine Prüfung durch Stripe. Aufgrund finanzrechtlicher Vorschriften kann es zu einer Ablehnung des Nutzers durch Stripe kommen. Diese Ablehnung führt automatisch dazu, dass der Nutzer keine mit dem Modul „Payments“ verbundenen Leistungen auf der Plattform der Betreiberin in Anspruch nehmen kann. Die Betreiberin erhält von Stripe im Falle der Ablehnung ausschließlich Information über die Ablehnung ohne Angabe von Gründen. Es besteht für den Nutzer kein Anspruch auf weitere Auskünfte bezüglich der Gründe der Ablehnung.
    • 3.3. Die Betreiberin nutzt Stripe Connect, um unter anderem folgende Plattformleistungen für die Nutzer zu ermöglichen:
      • 3.3.1. Entgegennahme von Online-Zahlungen im Rahmen von Ticketverkäufen
      • 3.3.2. Entgegennahme von Online-Zahlungen im Rahmen von Spendenaktionen
      • 3.3.3. Zahlungen zwischen Nutzern der Plattform
      • 3.3.4. PSD2 konforme Verwahrung und Verwaltung der Nutzerkonten
    • 3.4. Von durch mit Stripe Connect verbundene Konten übermittelte Handlungen werden als „Aktivität“ bezeichnet. Dazu gehören die Übermittlung von Daten zu Transaktionen (einschließlich Abbuchungen) und Erstattungen, Berichtigungen, die Bearbeitung von Anfechtungen (einschließlich Rückbelastungen) sowie weitere in der Stripe Connect-Dokumentation beschrieben Funktionen. Nach erfolgreicher Freischaltung des Moduls „Payments“ erhält der Nutzer die Möglichkeit auf der Plattform in einem Dashboard des Moduls folgende Aktivitäten umzusetzen:
      • 3.4.1. Einsichtnahme von ihn betreffenden Zahlungstransaktionen und damit verbundenen Informationen
      • 3.4.2. Anstoßen von Auszahlungen
      • 3.4.3. Einsicht in die Liste der vergangenen Auszahlungen
    • 3.5. Die dem Nutzer zur Verfügung stehenden Zahlungsmethoden werden nach erfolgreicher Prüfung durch Stripe freigeschaltet und bestimmt. Die Betreiberin hat hierauf keinen Einfluss.

    Mit Bestätigung dieser AGB erteilt der Nutzer ausdrücklich die Einwilligung an die Betreiberin zur Erbringung der in diesen AGB erläuterten Leistungen auf der Plattform und der Übermittlung seiner Daten an Stripe.

  • 4. Gebühren

    Für die Nutzung des Moduls „Payments“ fallen abhängig von der Art des Nutzers und in Verbindung mit anderen Modulen der Plattform Gebühren an. Der Nutzer muss aktiv eine Verknüpfung des Moduls „Payments“ mit dem anderen Modul herstellen. Bevor diese Verknüpfung durchgeführt wird, wird er über die möglicherweise anfallenden Gebühren per digitalem Gebührenhinweis aufgeklärt.

    Es werden keine Gebühren erhoben, wenn der Nutzer nicht ausdrücklich darüber aufgeklärt wurde und zugestimmt hat. Die Erstellung eines mit Stripe Connect verbundenen Kontos ist mit keinerlei einmaligen oder laufenden Kosten verbunden.

  • 5. Auszahlungen

    Der Nutzer hat die Möglichkeit, die Auszahlung von vereinnahmten Geldern über eine von der Betreiberin auf der Plattform bereitgestellte Funktion anzustoßen. Dabei sind folgende Bedingungen zu beachten:

    • 5.1. Aufgrund finanzrechtlicher Vorschriften (u.a. Geldwäschegesetz) ist eine Auszahlung von vereinnahmten Geldern nur verzögert möglich. Die Auszahlung kann dabei von Stripe bis zu 14 Tage lang zurückgehalten werden. Die Betreiberin hat hierauf keinen Einfluss.
    • 5.2. Auszahlungen finden stets auf das im Stripe Connect verbundene Konto hinterlegte Bankkonto des Nutzers statt.
    • 5.3. Zwischen der Auslösung von Auszahlungen über die Plattform durch den Nutzer müssen mindestens 30 Tage liegen.
  • 6. Pflichten des Nutzers: besondere Sorgfaltspflicht, wahrheitsgemäße Angaben, Vertretungsberechtigung, Pflicht zur Leistungserbringung, Pflicht zur Mithilfe bei Reklamationen

    • 6.1. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Abwicklung von Zahlungsdienstleistungen verpflichtet sich der Nutzer zu besonderer Sorgfalt im Umgang mit dem Modul „Payments“ und damit verbundenen Prozessen.
    • 6.2. Der Nutzer ist verpflichtet, jederzeit wahrheitsgemäße Angaben im Zusammenhang mit der Nutzung der Plattform, insbesondere bei der Freischaltung des Moduls „Payments“ zu machen. Eine Änderung der Angaben ist nachträglich mit großem Aufwand verbunden. Die Betreiberin behält sich das Recht vor, dem Nutzer Aufwendungen, die durch fehlerhafte Angaben von ihm verursacht wurden, in Rechnung zu stellen.
      Bitte beachten: Die im Rahmen der Freischaltung des Moduls „Payments“ gemachten Angaben müssen zwingend mit den auf der Plattform der Betreiberin angegebenen Informationen übereinstimmen. Insbesondere die Angaben zur Art der Organisation, Name der Organisation sowie Rechtsform müssen übereinstimmen.
    • 6.3. Der Nutzer ist verpflichtet, bei Änderungen der gemachten Angaben die Betreiberin unverzüglich über die Änderungen zu informieren, insbesondere bei Veränderungen im Vorstand des von ihm vertretenen Vereins / der von ihm vertretenen Organisation.
    • 6.4. Der Nutzer ist verpflichtet, jederzeit nachweisen zu können, dass er für den von ihm vertretenen Verein / für die von ihm vertretene Organisation, tatsächlich vertretungsberechtigt ist. Dies gilt auch zu jedem späteren Zeitpunkt nach Freischaltung. Sollte sich am Vertretungsstatus des Nutzers etwas ändern, so ist er verpflichtet, die Betreiberin unverzüglich nach Kenntnisnahme der Änderung schriftlich darüber zu informieren.
    • 6.5. Stripe ist jederzeit berechtigt, ohne Nennung von Gründen, Unterlagen für den Betrieb des Stripe Connect Zahlungskontos anzufordern. Der Nutzer ist verpflichtet, dieser Anforderung unverzüglich und vollständig nachzukommen. Andernfalls behält sich Stripe vor, das Zahlungskonto kurzfristig einzufrieren, Auszahlungen zurückzuhalten, einzelne Zahlungsmethoden zu deaktivieren oder das gesamte Zahlungskonto für die Entgegennahme von Online-Zahlungen zu sperren.
    • 6.6. Der Nutzer ist verpflichtet, die Leistungen, für die er Entgelte mit Hilfe des Moduls „Payments“ entgegennimmt, im vollen vereinbarten Umfang gegenüber dem Leistungsempfänger zu erbringen. Darüber hinaus ist er verpflichtet, präventiv Maßnahmen zu ergreifen, um größere Zahlen von Reklamationsanfragen zu vermeiden. Insbesondere bei voraussehbaren Ereignissen, die die Leistungserbringung in irgendeiner Form beeinträchtigen und in den Verantwortungsbereich des Nutzers fallen (bspw. Veranstaltungsverlegungen /-absagen).
    • 6.7. Sollte es zu Reklamationsanfragen von Leistungsempfängern kommen, ist der Nutzer verpflichtet, diese vorab selbstständig im Rahmen seiner Möglichkeiten zu regeln. Zu diesem Zwecke hat er jederzeit Leistungsempfängern seiner Leistung eine Kontaktmöglichkeit anzubieten. Sollte es notwendig sein, dass die Betreiberin einschreitet, ist der Nutzer zur größtmöglichen Mithilfe bei der Lösung von Reklamationen und Klärung von Unklarheiten verpflichtet.
    • 6.8. Stellt die Betreiberin fest, dass der Nutzer seinen Pflichten aus diesen AGB nicht nachkommt oder darüber hinaus gegen andere, zwischen den Parteien bestehende Vereinbarungen verstößt, behält sie sich das Recht vor, jederzeit die Nutzung des Moduls „Payments“ zu unterbinden.
  • 7. Haftungsbeschränkungen

    Die Betreiberin ist weder in Bezug auf den Nutzer noch auf Ihre Angestellten oder Erfüllungsgehilfen für Folgendes verantwortlich und übernimmt diesbezüglich keinerlei Haftung:

    • 7.1. Handlungen oder Unterlassungen zur Erbringung der Leistung des Nutzers gegenüber seinen Leistungsempfängern, wie der Lieferung von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen oder zur ordnungsgemäßen Beschreibung der Leistungen.
    • 7.2. Einhaltung der mit dem Angebot des Nutzers im Zusammenhang stehenden geltenden Gesetze und Verpflichtungen.
    • 7.3. Bereitstellung von Kundendienst, Mitteilungen, Belegen, die Abwicklung von Erstattungen oder die Bearbeitung von Verbraucherbeschwerden oder die Durchführung mit dem Angebot des Nutzers verbundener Handlungen.
    • 7.4. Wir sind nur im folgenden Umfang haftbar: Wir haften unbeschränkt nach den gesetzlichen Bestimmungen: für Schäden, die aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit entstehen; bei Vorsatz; bei grober Fahrlässigkeit; und gemäß dem Produkthaftungsgesetz.
    • 7.5. Ohne Einschränkung irgendeiner der obigen Bestimmungen haften wir für leichte Fahrlässigkeit nur im Falle der Verletzung einer sich aus dieser Vereinbarung ergebenden „wesentlichen“ Pflicht. „Wesentliche“ Pflichten in diesem Sinne sind Pflichten, die für die Erfüllung der Vereinbarung erforderlich sind, deren Verletzung den Zweck der Vereinbarung gefährden würde, und auf deren Einhaltung du vertrauen kannst. In diesen Fällen ist die Haftung auf typische und vorhersehbare Schäden beschränkt; in anderen Fällen besteht keine Haftung für leichte Fahrlässigkeit.
    • 7.6. Soweit den Nutzer ein Verschulden trifft, stellt er uns von allen Ansprüchen frei, die Dritte aufgrund des Verhaltens des Nutzers im Zusammenhang mit der Nutzung der Angebote geltend machen und trägt insoweit die anfallenden Kosten der Rechtsverteidigung in gesetzlicher Höhe. Der Nutzer ist im Fall einer Inanspruchnahme durch Ditte verpflichtet, uns unverzüglich wahrheitsgemäße und vollständige Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Prüfung der Ansprüche und eine Verteidigung erforderlich sind.
  • 8. Technische Bereitstellung, Support

    • 8.1. Die Betreiberin garantiert nicht die ununterbrochene Nutzbarkeit oder Erreichbarkeit der Plattform oder einzelner Module. Sie übernimmt auch keine Haftung für Übertragungsverzögerungen oder Ausfälle. Im Falle von Wartungsarbeiten sind Unterbrechungen vorbehalten. Bei starker Beanspruchung der Plattform sind Einschränkungen in Nutzbarkeit und Erreichbarkeit vorbehalten.
    • 8.2. Der Zugang des Nutzers zum Internet ist nicht Gegenstand dieses Vertragsverhältnisses. Der Nutzer trägt die alleinige Verantwortung für die Funktionsfähigkeit seines Internet-Zugangs einschließlich der Übertragungswege sowie seines und weiterer betroffener Computer und Smartphones.
    • 8.3. Die Betreiberin stellt zur Fehlerbehebung einen kostenlosen Support zur Verfügung, der unter erreichbar ist. Telefonisch ist die Betreiberin zu den Geschäftszeiten unter 06581 839 839 0 erreichbar. Eine darüberhinausgehende ständige Erreichbarkeit wird nicht garantiert.
  • 9. Laufzeit, aktive Nutzung, Beendigung

    Eine Laufzeit wird nicht vereinbart. Jedoch behält sich die Betreiberin das Recht vor, das Modul nach drei Monaten ohne Aktivitäten seitens des Nutzers wieder zu deaktivieren. Eine aktive Nutzung ist dann gegeben, wenn mindestens eine Transaktion pro Monat (bspw. Ticketverkauf) durchgeführt wird. Der Nutzer kann sich jederzeit an die Betreiberin wenden, um eine Aufschiebung der Deaktivierung anzufragen.
  • 10. Weitere Bestimmungen

    • 10.1. Die Betreiberin behält sich das Recht vor, den Leistungsumfang stetig zu aktualisieren und zu verändern. Bei Veränderungen, die unverhältnismäßig stark vom bisherigen Leistungsumfang abweichen (bspw. Gebührenerhöhung), wird die Betreiberin den Nutzer frühzeitig informieren.
    • 10.2. Sollte irgendein Teil dieser Nutzungsbedingungen für nicht durchsetzbar oder unwirksam erachtet werden, so bleiben die übrigen Bestimmungen in vollem Umfang wirksam und in Kraft. Das Versäumnis unsererseits, Bestimmungen dieser Nutzungsbedingungen durchzusetzen, stellt keinen Rechtsverzicht dar. Die unwirksame Regelung ist durch eine dem Zweck der ursprünglichen Regelung an der nächsten kommenden Regelung zu ersetzen. Entsprechendes gilt ebenfalls im Falle ungewollter Lücken im Vertrag.
    • 10.3. Du darfst keines der dir im Rahmen dieser Nutzungsbedingungen zustehenden Rechte bzw. keine der dir obliegenden Pflichten ohne unsere Einwilligung auf andere übertragen.
Stand 26. Oktober 2021
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